Oberrot Was ist innen und was außen?

Der westliche und östliche (Bild) Ortsrand von Glashofen könnte in absehbarer Zeit sein Gesicht verändern.
Der westliche und östliche (Bild) Ortsrand von Glashofen könnte in absehbarer Zeit sein Gesicht verändern. © Foto: hof
BRIGITTE HOFMANN 02.10.2014
Eine Klarstellungssatzung regelt den Innen- und Außenbereich eines Ortes. Wird, wie im Fall des Oberroter Ortsteils Glashofen, eine Erweiterung gewünscht, muss eine Ergänzungssatzung her.

Auf der Suche nach Wohnbauflächen wurden zwei Bauplätze am östlichen und einer am westlichen Ortsrand von Glashofen in Betracht gezogen. Alle drei liegen jedoch im Außenbereich des Ortes. In der Sitzung vom 7. Juli hatte der Gemeinderat der Aufstellung einer Klarstellungs- und Ergänzungssatzung zugestimmt und den Planungsauftrag an das Kreisplanungsamt (KPA) Schwäbisch Hall vergeben. Die Entwürfe sind fertig, vom Gemeinderat abgesegnet und können nun öffentlich ausgelegt werden. Gibt es keine Einwände, kann etwa Mitte Dezember mit dem endgültigen Beschluss gerechnet werden. Weil für jeden Eingriff in die Natur ein Ausgleich geschaffen werden muss, zieht das einen ganzen Maßnahmen-Katalog nach sich. KPA-Mitarbeiterin Josephine Beier erläuterte dem Gemeinderat und den interessierten Zuhörern die Inhalte der Satzungen. Die planungsrechtlichen Festsetzungen im Fall Glashofen wurden demnach auf ein Minimum beschränkt. Die Erweiterungen seien so geringfügig, dass das Entwicklungsgebot des Flächennutzungsplans nicht beeinträchtigt wird. Die Vorgabe lautet aber, dass bauliche Nutzung und Bauweise der Eigenart der Umgebung anzupassen sind. Allerdings geben die Satzungen im Detail vor, wie mit Zufahrten, Pflanzbereichen oder schützenswerten Bäumen umzugehen ist. Die Linden an beiden Ortsenden müssen bleiben, wo sie sind.

Auch die Ergänzungssatzung "Hohenhardtsweiler-West" ist vorbereitet und kann ausgelegt werden. Am Kohlwaldweg, noch innerhalb des Ortsgebiets, darf gebaut werden. Allerdings sollen auch hier Beeinträchtigungen der Natur möglichst vermieden und Eingriffe gegebenenfalls durch geeignete Maßnahmen kompensiert werden. Die Zufahrt ist so zu gestalten, dass der Bereich um die Birken als öffentliche Grünfläche auszuweisen und zu erhalten ist. Außerdem müssen weitere Bäume angepflanzt werden. Was die Klarstellungs- und Ergänzungssatzung "Neuhausen" betrifft, wurden vom Landratsamt aus städtebaulicher und naturschutzrechtlicher Sicht Bedenken angemeldet. Weil innerörtlich noch diverse Freiflächen vorhanden sind, wurde angeregt, seitens der Gemeinde zunächst dieses Potenzial zu erheben, was derzeit auch schon geschieht.