Gründelhardt/New York Was Carolin Mauser als Stipendiatin in den USA erlebt

Die Gründelhardter Stipendiatin Carolin Mauser während ihres Aufenthalts in New York.
Die Gründelhardter Stipendiatin Carolin Mauser während ihres Aufenthalts in New York. © Foto: Privatfoto
PM 06.02.2014
Ein parlamentarisches Patenschafts-Programm machts möglich: Carolin Mauser, Industriekauffrau aus Gründelhardt, ist seit August auf Empfehlung des Grünen Harald Ebner in den USA.

Nach einem Bewerbungsmarathon bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), einem Auswahlgespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Ebner und einem dreitägigen Vorbereitungsseminar in New York konnte es losgehen.

Zunächst lernte Mauser für ein halbes Jahr als Studentin an der Kennesaw State University im Bundesstaat Georgia. In der "Global Engagement Class" und im Kurs "Public Speaking" informierte sie ihre Mitstudenten über genmanipulierte Lebensmittel in den USA. In einem Vortrag machte sie deutlich, dass 70 Prozent der Lebensmittel in den USA genmanipuliert seien - und sorgte damit für Überraschung.

US-Studentin über Gentechnik im Essen informiert

In den Vereinigten Staaten existiert bislang keinerlei Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte. Um Verbrauchern endlich die Wahlfreiheit zu ermöglichen, ob sie gentechnisch veränderte Produkte im Essen haben wollen oder nicht, hat das sogenannte "Center for Food Safety" eine Petition für eine eindeutige Lebensmittelkennzeichnung ins Leben gerufen. Diese bewarb Mauser in ihrem Referat.

Derzeit droht durch das geplante Freihandelsabkommen mit den USA der Verkauf von Genfood ohne Kennzeichnung auch in Europa, denn die US-Seite pocht in den Verhandlungen darauf, die von ihr als "Handelshemmnisse" betrachteten Grundsätze wie das Vorsorgeprinzip zu beseitigen.

Mittlerweile hat der zweite Teil des Austauschprogramms begonnen: Ein Bestandteil davon ist die eigenständige Jobsuche und eine halbjährige Erwerbstätigkeit in den USA. Vor diesem Hintergrund arbeitet die Stipendiatin nun bei "INP North America", einer Firma für internationales Projektengineering und Service - und hat Gelegenheit, auch das Berufsleben in den USA selbst kennenzulernen. Gewöhnungsbedürftig waren für Mauser dabei anfangs vor allem die großen Entfernungen: Jeden Tag verbringt sie etwa zwei Stunden im Auto auf dem Arbeitsweg.

Das Stipendium