Mainhardt Wanderung zur Sonnwendfeier

Hingebungsvoll und freudig sind die Kinder dabei, Zapfen und Ähnliches zu sammeln. Mit Äpfeln und Nüssen ergänzt bereiten sie für Waldtiere eine kleine Bescherung vor.
Hingebungsvoll und freudig sind die Kinder dabei, Zapfen und Ähnliches zu sammeln. Mit Äpfeln und Nüssen ergänzt bereiten sie für Waldtiere eine kleine Bescherung vor. © Foto: Kurt Hinz
Mainhardt / KURT HINZ 23.12.2015
40 Wanderer waren am Montag im Mainhardter Wald unterwegs. Sabine Rücker hatte sich vorgenommen, deren Naturverbundenheit zu stärken.

Auf eine spannende Wanderung in den Mainhardter Wald ging es in den frühen Abendstunden des vergangenen Montags mit Naturparkführerin Sabine Rücker. Bestandteil war die Wintersonnwendfeier, die im Anschluss auf dem Riegenhof bei Familie Braun stattfand. Etwa 40 Teilnehmer aller Altersgruppen waren gekommen, einige auch aus den Nachbarlandkreisen, um sich von der Naturparkführerin für einige Zeit aus der Hektik des Alltags entführen zu lassen.

Entführen in die Mystik vorchristlicher Zeit, als die Menschen noch mehr mit der Natur verbunden waren, wie wir es heute sind. Im Wald angekommen gab es einen ersten Halt für eine Klangschalen-Meditation zur inneren Einstimmung. Dann ging es weiter in den immer dunkler werdenden Wald. An einer geeigneten Lichtung wurde eine Art Gabentisch für die Tiere des Waldes mit Waldfrüchten und mitgebrachten Nüssen und Äpfeln gestaltet. Hier waren besonders die Kinder eifrig bei der Sache und sammelten Tannenzapfen und Pflanzen am Wegesrand. Sabine Rücker erzählte einiges Interessantes über die Nadeln der Weißtanne.

Bevor es tiefer in den Wald hineinging wurde diese Baumart mit dem gemeinsam gesungenen Lied "O Tannenbaum" geehrt. Mit Fackelbeleuchtung ging es dann weiter in den dunklen Wald hinein. Dort erzählte Rücker die nachdenklich stimmende Geschichte vom Schneekind, welches nur einen Winter überlebte.

Auf dem Rückweg wurde noch einmal Halt gemacht, um dem Wald und den Tieren zu danken, damit diese gut über den Winter kommen. Nach etwa zwei Stunden war die Gruppe schließlich an ihrem Ausgangspunkt beim Riegenhof angekommen, wo dann später das Sonnwendfeuer entzündet werden sollte.

Die Teilnehmer der besinnlichen Wanderung waren begeistert von der stimmungsvollen Atmosphäre im Wald. So wie auch Karlheinz Beer aus Öhringen, für den es die erste Wanderung in dieser Form war. Ihm hat es die besondere Stimmung unter den Teilnehmern angetan.

Die Nacht der Wintersonnenwende ist die längste Nacht im Jahreslauf, danach werden die Tage wieder länger. So haben bereits in vorchristlicher Zeit die Menschen zu diesem Anlass die Wiedergeburt des Lichtes gefeiert, weiß Rücker zu berichten. Mit dem Längerwerden der Tage wuchs auch die Hoffnung, den Winter zu überstehen.

Bevor auf dem Riegenhof das große Sonnwendfeuer entfacht wurde, spielte die Gruppe Aroma², bestehend aus Andreas Deuschle, Ronald Waldbüßer und Max Gerwien, in der Kulturscheune.

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