Wallhausen Wallhausen hat neben einer guten Infrastruktur so manche Überraschung zu bieten

Wallhausen / CHRISTINE HOFMANN 14.05.2014
Die herrliche Hohenloher Landschaft, eine ausgewogene Infrastruktur und liebenswerte Menschen, die sich für das Gemeinwohl engagieren - all das zeichnet Wallhausen aus.

Doch damit nicht genug, die 3600-Einwohner-Gemeinde mit kurzen Wegen zu zwei Autobahnen hat noch mehr zu bieten: Das älteste jüdische Gotteshaus Württembergs in Michelbach/Lücke, das Naturerlebnisbad in Wallhausen oder die Jakobskirche in Schainbach, auf der Jakobspilger Station machen, bringt Besucher von weither nach Wallhausen.

"Die ehemalige Synagoge in Michelbach ist vielleicht unser größter Anziehungspunkt", sagt Bürgermeisterin Rita Behr, "hier konnten wir schon Besucher aus Amerika begrüßen." Die Gemeinde ist Träger der Gedenkstätte. Um die Arbeit vor Ort mit Führungen, Vorträgen, Konzerten und ökumenischen Gottesdiensten kümmert sich der Förderverein Synagoge Michelbach.

Das große bürgerschaftliche Engagement findet sich in Wallhausen auf allen Ebenen. 24 Vereine bieten Angebote für Jung und Alt, für Sportbegeisterte ebenso wie für Menschen mit musikalischen oder künstlerischen Ambitionen. In der vielfältigen Vereinslandschaft finden sich auch außergewöhnliche Vereinigungen wie die Heißluft-Ballöner Wallhausen, der Schnupfclub Michelbach oder die Fritzengesellschaft Hengstfeld.

"Das Engagement der vielen Freiwilligen, die sich in den Vereinen engagieren, kann man gar nicht hoch genug schätzen. Sie leisten einen großen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde", unterstreicht die Bürgermeisterin.

In Hengstfeld richteten Bürger ein Dorfschulmuseum ein. Das bislang größte ehrenamtliche Projekt ist die Sanierung und der Betrieb des Hengstfelder Familienbades. "Es ist für mich immer noch ein Wunder, was der Verein hier auf die Beine gestellt hat. Es zeigt aber auch: Wenn man sich ein Ziel setzt und zusammenschafft, dann kann man wirklich was erreichen", so Behr.

Die größten Investitionen der Gemeinde dienen dem Erhalt der Infrastruktur. Aktuell wird außerdem die Familienfreundlichkeit weiter ausgebaut. Erst letzte Woche hat der Gemeinderat seine Zustimmung gegeben, die Julius-Wengert-Schule zur Ganztagesschule auszubauen. "Im Kindergarten haben wir mit unserer Krippengruppe und der Ganztagesgruppe, die wir im letzten Jahr eingerichtet haben, ein gutes Betreuungsangebot. Dies wollen wir nun in der Grundschule fortführen", erklärt Behr.

Nach der Grundschulzeit können die Wallhausener Kinder mit Bus und Bahn vom neuen Bahnhalt in Wallhausen zu den weiterführenden Schulen in Rot am See, Kirchberg und Crailsheim fahren. Der Bahnhaltepunkt, der zunächst kontrovers diskutiert worden war, hat mittlerweile viele Bürger überzeugt, berichtet Rita Behr. Die Gemeindemitarbeiter haben heuer sogar ihren Betriebsausflug per Bahn unternommen. "Ich bin sehr froh, dass wir dieses Zukunftsprojekt anpacken konnten", meint die Bürgermeisterin.

Das nächste Projekt, das die Zukunft im Blick hat, ist die Ausweisung eines neuen Baugebietes. Ein Teil des Gewerbegebietes Grund in Wallhausen wird in ein Wohngebiet umgewandelt - Platz für weitere junge Familien, die Wallhausen zu ihrer Heimat machen wollen.

Strukturdaten Wallhausen
 

Drei Baugebiete sind beinahe belegt.

Hengstfeld: Im Baugebiet Zinnhöhe IV beträgt der Quadratmeterpreis voll erschlossen für Ein- oder Zweifamilienhäuser 62 Euro. Noch fünf Plätze frei.

Michelbach/Lücke: Im Baugebiet Schwarzer Buck gibt es noch einen Bauplatz. Der Quadratmeterpreis beträgt hier 56,50 Euro. Durch das Melap-Programm sollen drei weitere Bauplätze entstehen.

Schainbach: Einen Bauplatz gibt es im Baugebiet Gässlesäcker zum Preis von 51,50 Euro pro Quadratmeter.

Wallhausen: Für das Wohngebiet Grund wird zurzeit der Bebauungsplan erstellt. Die Erschließung der 24 Plätze erfolgt voraussichtlich noch im Herbst.

Der Quadratmeterpreis für Mehrfamilienhäuser beträgt 89 Euro, der für Einfamilienhäuser 81 Euro und der für Gewerbebetriebe 29 Euro.