Wacholderheide: Ohne Schafe gar nicht denkbar

SWP 07.08.2013

Auf den nährstoffarmen Böden, die für die Landwirtschaft nicht geeignet sind, siedelten sich typische Pflanzen der Heidelandschaft an. Neben den dunklen Wacholderbüschen, von denen die Landschaft ihren Namen hat, gedeihen hier vorwiegend niederwüchsige Gräser, Dornenpflanzen und vereinzelt Enziane. Die Wacholderheide konnte nur durch die jahrzehntelange Beweidung mit Schafen entstehen. Der charakteristische Pflanzenwuchs wird durch Schafmaul und Schaftritt geschaffen: Die Tiere halten sich schnell ausbreitende Pflanzen wie den Schlehdorn zurück. Davon profitieren kleinwüchsige und schwache Pflanzen. Sie werden durch den Appetit der Schafe vor einem Schattendasein bewahrt werden. Ohne Schafe würden die Flächen rasch verbuschen und charakteristische Pflanzen der Heiden in wenigen Jahren ihren Lebensraum verlieren. Im Winter schneidet der Landschaftspflegeverband Schwäbisch Hall die Schwarzdornhecken, die die Schafe nicht fressen, zurück. hof

Herzenssache Wacholderheide