Pferdemarkt Viele hundert Besucher in Gerabronn auf den Beinen - Zwischenfall beim Festzug

ERWIN ZOLL 05.03.2014
Das Schlepperrennen hat buchstäblich schleppend begonnen, beim Umzug waren dann aber viele hundert Besucher auf den Beinen. Die Gerabronner feierten am Dienstag einen Pferdemarkt wie aus dem Bilderbuch.

Spätestens als sich der Gaudiwurm in der Bahnhofstraße in Bewegung setzte und viel Musik und Helau auf das alte Rathaus zukroch, hatte Gerabronn seinen Ruf als Faschingshochburg bestätigt. Eine Hochburg war auch die Stadthalle, in der der TSV Gerabronn gestern Abend mit der Band "Revolution" noch einmal richtig Gas gab. Bereits am Samstag zuvor hatte der TSV dort zum Remmidemmi mit "Lost Eden" eingeladen, am Sonntag stand dann der TSV-Kinderfasching auf dem Programm.

Dienstagvormittag trafen sich die Besucher beim Traktorengeschicklichkeitsfahren am Lagerhaus, bei der Pferdeprämierung am Schulzentrum, beim Krämermarkt in der Hauptstraße oder bei den Kleintierzüchtern in der Grabenstraße, die wie jedes Jahr in ihrem Vereinsheim mit deftigen Speisen aufwarteten. Wenige Schritte weiter tischten die TSV-Fußballer ihren Gästen auf, und der Förderverein Nebenbahn bewirtschaftete zum zweiten Mal den alten Gerabronner Bahnhof. Er weckte damit Erinnerungen an die alten Zeiten, in denen die Bahnhofsgaststätte ein beliebter Treffpunkt war.

Mit der Verleihung der Faschingsorden vor dem Rathaus würdigte die Stadtverwaltung eine Frau und drei Männer für deren Verdienste um die Bürgerschaft. Dies waren Karin Schmidt, Fritz Maywald und Hermann Weber aus Gerabronn sowie Lothar Güttler aus Amlishagen.

Der Narrenorden als Anerkennung für wichtige Beiträge zum Gerabronner Fasching erhielten Silvia Grözinger, Ralf Auras und Steffen Beyer.

Schwächeanfall einer Zuschauerin

Während des Festzugs kam es zu einem Zwischenfall, als eine Zuschauerin vermutlich einen Schwächeanfall erlitt. Der Rettungswagen des Roten Kreuzes musste die Einsatzstelle vor dem "Adler" an den Festwagen vorbei anfahren.

Die Ergebnisse der Gerabronner Pferdeprämierung
Traktoren-Geschicklichkeitsfahren: Eine Gaudi, die zum Fest gehört
 


93 Pferde bei Prämierung vorgestellt - Esel gern gesehen

Am Dienstag hat der 73-jährige Ströbel wieder einmal einen bemerkenswerten Tag erlebt. "Superpferde" hat er bei der Prämierung gesehen, bei der er seit 1980 als Preisrichter und seit 1985 als Prämierungsleiter tätig ist.

Unterstützt wurde Ströbel von Dieter Krauß aus Riedbach, Kristina Herold vom Veterinäramt in Ilshofen, Karlheinz Steeb aus Niederstetten, Bernhard Schumm aus Auhof bei Crailsheim und Heiderose Müller aus Blaufelden. 28 Groß- und 65 Kleinpferde nahmen die Juroren in Augenschein - und sie waren zufrieden, wie der Umstand zeigt, dass sie ausschließlich erste Preise vergaben.

Bemerkenswerterweise mischen sich in den letzten Jahren immer wieder Esel unter die Schar der vorgestellten Tiere - so Emil und Pamiro, die von Gerlinde und Dieter Schad aus Unterweiler aufgetrieben wurden und in Gerabronn gern gesehen sind. Auch beim Festumzug haben Emil und Pamiro die Blicke auf sich gezogen.