Gschwend ist eingebettet in eine reizvolle Landschaft, hat 400 Gewerbebetriebe, Arbeitsplätze, Wohnbaugebiete und eine überschaubare Pro-Kopf-Verschuldung. Die Gemeinde hat viel Potenzial – aber auch viele Baustellen. Fest steht nach dem Forum der Rundschau zur Kommunalwahl 2019: Im Hauptort, in den Teilorten und 80 Wohnplätzen gibt es viele engagierte und am Gemeinwesen interessierte Bürger. Darunter 32 Frauen und Männer, die mitreden und aktiv mitgestalten wollen.

Ihrem liebenswerten Wohnort zu mehr Attraktivität zu verhelfen, ist das vorrangige Anliegen aller. „Bewährtes erhalten, Neues gestalten“, formulierte Karl Alt­­­­­­­­­­­­­­­­­­­vater für die Unabhängige Bürgervereinigung. „Frischen Wind reinbringen“, versprach Steffen Wahl von der Neuen Bürgerliste. Es war ein lebendiger, interessanter und konstruktiver Austausch zwischen den Gesprächsteilnehmern auf dem Podium und den Fragestellern in der gut gefüllten Gemeindehalle. Auch Bürgermeister Christoph Hald, der in den Reihen des Pub­­­­­­­­likums saß, hatte das Ohr nah am Bürger und bekam jede Menge Denkaufgaben mit auf den Weg.

18 Sitze sind im Gemeinderat zu vergeben. Die Unabhängige Bürgereinigung (UBV) schickt 18, die Neue Bürgerliste 14 Kandidaten ins Rennen. Letztere hat sich erst jüngst formiert, damit die Gschwender im Gegensatz zur vorangegangenen Kommunalwahl aus einer Vielzahl von Bewerbern wählen können. Alle hatten die Gelegenheit, sich persönlich vorzustellen.

Welche Unterschiede es zwischen den Listen gibt, wollte Rundschau-Redaktionsleiter Jochen Höneß wissen, der an diesem spannenden Wahlabend die Ostalbgemeinde aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen durfte. Rebecca Weimer, die für die Neue Bürgerliste antwortete, sieht Unterschiede nur im Wahlkampf. Dass sie gezielt junge Leute ansprechen, auf soziale Medien und mehr Bürgerbeteiligung setzen würden. Die UBV, vor 40 Jahren gegründet, hält mit ihrem reichen Erfahrungsschatz dagegen. Ungeachtet der Listenzugehörigkeit aber wollen alle dasselbe: in der nächsten Legislaturperiode gemeinsam und zum Wohl der Bürger ein schlagkräftiges Team stellen.

Vieles steht in den kommenden Jahren auf der Agenda: Neugestaltung der Ortsmitte, An- oder Umbau des Rathauses, Ansiedlung von Gewerbe, Sanierung der Straßen in und um Gschwend, Kanalarbeiten, Versorgung mit Glasfaser. Hinzu kommen die formulierten Wünsche der Gschwender: Angebote für Familien mit Kindern, zeitgemäße Spielplätze, mehr Tourismus, ein breiteres Angebot an Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten, Mietwohnungsbau, Erhalt der Bildungseinrichtungen. Dann wäre da noch das Sorgenkind Wasserreich, das den Gemeindehaushalt über Gebühr belastet.

Gabriele von Eichmann-Schrey beschwor geradezu das gute Miteinander der Generationen, auch das von Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat sowie von Teilorten und Mutterort. Nur gemeinsam könne man etwas bewirken, stellte sie fest. Zu guter Letzt traf Gesprächsleiter Höneß noch eine bedeutende Feststellung: „Ganz egal, wen Sie wählen, wichtig ist, dass Sie wählen!“

Das könnte dich auch interessieren:

Oberrot

Schlagwörter

Kommunalwahl