Kirchberg Viel Platz für die kleinsten Kinder

Kirchberg / Erwin Zoll 11.07.2018
Im Kirchberger Teilort Gaggstatt ist am vergangenen Sonntag der Anbau für die Kinderkrippe eingeweiht worden. Im „Zwergenstübchen“ gibt es Platz für zehn ein- bis dreijährige Kinder.

Martina Mäschig, die neue Leiterin des Gaggstatter Kindergartens „Räuberhöhle“, hat bei der Einweihung der neuen Einrichtung schon einmal in die Zukunft geblickt. Zum einen machte sie darauf aufmerksam, dass es, sowohl in der Krippe als auch in der Regelgruppe, Platz für weitere Kinder gibt, zum anderen kündigte sie an, dass die Krippe ab dem kommenden Herbst auch am Nachmittag geöffnet ist und es dann eine Ganztagesbetreuung geben wird.

Dass die Krippe für Kinder ab einem Jahr in Gaggstatt eingerichtet wird, war im Gemeinderat nicht unumstritten. Gegen den Einwand, eine Krippe wäre vielleicht im Hauptort früher oder später dringender erforderlich, stand der Umstand, dass der Platz für die Krippe in Gaggstatt in kurzer Zeit zu schaffen war. Überdies musste der Kindergarten in der alten Schule ohnehin überholt werden, weil der Brandschutz nicht mehr zeitgemäß war.

300.000 Euro hat die Stadt Kirchberg jetzt am Standort Gaggstatt investiert – nur 10.000 Euro mehr als ursprünglich angenommen. Das Land hat sich mit 238.000 Euro beteiligt.

Als die Krippe im Oktober 2017 in Betrieb genommen wurde, hatten die Bauarbeiten gerade einmal ein halbes Jahr gedauert, wie Bürgermeister Stefan Ohr bei der Einweihung vermerkte. „Mit dem Ablauf und der Ausführung der Arbeiten sind wir sehr zufrieden“, sagte Ohr, der damit nicht nur die Handwerker ansprach, sondern auch den Gerabronner Architekten Bodo Braunmiller, der den Bau geplant hatte.

Nach Braunmillers Plan hat die Krippe jetzt eine Nutzfläche von 110 Quadratmetern, von denen sich 80 Quadratmeter im Anbau auf der Westseite des Kindergartens befinden, 30 weitere in dessen Untergeschoss. Für die Kinder und ihre Erzieherinnen gibt es einen Gruppenraum, einen Ruheraum und einen Wickelraum, außerdem eine kleine Teeküche, ein Büro und ein Personal-WC.

Bei der Gestaltung der Krippe sind Bodo Braunmiller und den Handwerkern zwei Glanzstücke gelungen: Zum einen haben sie den lichtdurchfluteten Anbau ohne Stützpfeiler so an den Altbau angefügt, dass dessen Muschelkalkwand auf der ganzen Fläche sichtbar geblieben ist. Zum anderen haben sie den Boden des Anbaus in geglättetem, poliertem Beton ausgeführt, der sich angenehm anfühlt und von einer Fußbodenheizung erwärmt wird.

Braunmiller hatte für die Zukunft noch einen Trumpf im Ärmel: Der Anbau ist so angelegt, dass er später aufgestockt werden kann, sollte in Gaggstatt noch mehr Platz für Kinder gebraucht werden.

Sommerfest

Die Einweihung der Kinderkrippe hat der Kindergarten am vergangenen Sonntag mit seinem Sommerfest verbunden, zu dem der Posaunenchor Gaggstatt aufspielte. Zuvor hatten die Besucher in der Jugendstilkirche gegenüber einen Gottesdienst gefeiert, den Pfarrer Reinhard Hinderer gestaltete. Am Nachmittag hatten die Besucher Gelegenheit, das „Zwergenstübchen“ zu besichtigen, während sich die Kinder auf einer Spielstraße tummelten.

In beiden Gruppen sind noch Plätze frei

Zehn Plätze für ein- bis dreijährige Kinder hat die neue Krippe im Gaggstatter Kindergarten, fünf davon sind derzeit belegt. In der Regelgruppe, in der Kinder von drei bis sechs Jahren betreut werden, gibt es 25 Plätze, davon sind im Augenblick 16 belegt. Der Kindergarten in der Schlözerstraße 18 ist montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet. erz

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel