Wir sollen zurückschauen auf das alte Jahr, vor allem aber auch einen Blick werfen auf das noch so junge neue Jahr 2019.“ So leitete Bürgermeister Matthias Strobel seine Rede auf dem Neujahrsempfang ein. Begrüßen durfte er zur Rück- und Vorschau neben den Vertretern von Kirchengemeinde und Gemeinde- und Ortschaftsräten auch den FDP-Landtagsabgeordneten Stephen Brauer sowie viele Gewerbetreibende aus der Gemeinde, die Bläserklasse der Kaspar-Mettmann-Schule und Blutspender, die für ihr Engagement geehrt wurden. Außerdem waren all diejenigen persönlich eingeladen, die in diesem Jahr die Volljährigkeit erreichen.

Nur gemeinsam

Einen allgemeinen Appell sendete Strobel mit Blick auf das internationale Politikgeschehen: „Die Geschichte hat uns gelehrt, dass man die Probleme unserer Zeit, egal ob global oder national, nur gemeinsam und miteinander lösen kann.“ Damit stieg er ein in die gemeinsam vollbrachten Leistungen seiner eigenen Gemeinde. „Stimpfach hat sich 2018 auf den Weg gemacht“, fasste der Bürgermeister zusammen und sprach damit den Leitbildprozess im Rahmen des Projekts „Stimpfach 2030“ an, der 2018 an den Start gebracht wurde. Strobel lobte die rege Bürgerbeteiligung, die vielen guten Ideen und das Arbeitsklima.

Kreßberg

Als großes Thema der Zukunft benannte Strobel die Versorgung mit schnellem Internet, die auch im Leitbildprozess einen großen Stellenwert eingenommen habe. „Geht es nach den Bürgern, sollte am besten binnen Jahresfrist jeder Haushalt mit einem Glasfaserkabel versehen werden“, sagte Strobel. Das freilich sei „eben leider nicht leistbar“. Dabei kritisierte der Bürgermeister scharf, dass der Ausbau des Glasfasernetzes zur Aufgabe und damit zur finanziellen Belastung für die Kommunen gemacht wurde. Gleichwohl: Die Gemeinde werde sich dem Problem aktiv stellen. „Ich hoffe, dass wir 2019 einen entscheidenden Schritt vorankommen“, so Strobel dazu.

Diesen Schritt nach vorn sieht der Bürgermeister auch bei den beiden anstehenden Großprojekten Neubau des Feuerwehrmagazins und des Bauhofs im Hauptort. „Feuerwehrequipment ist kein teures Spielzeug für ein paar große Jungs, es rettet Leben“, betonte Strobel. Die im Jahr 2018 erarbeitete Planreife lobte er als „sportlich“. Er hoffe nun auf die Zuschüsse, deren Zusage – wenn es nach dem Bürgermeister geht – möglichst in Stimpfach eintreffen möge, solange der Standort baureif gemacht wird. Am Ortsausgang Richtung Rechenberg soll dann 2021 das fertige Magazin stehen.

Bürger sollen sich zur Wahl stellen

Den Neubau des Bauhofes an selber Stelle, der zeitgleich angegangenen werden soll, nannte Strobel eine „Herkulesaufgabe“, sprach jedoch von Synergien, die es zwingend machten, beides parallel zu bauen. Neben diesem Mammutprojekt stehen Straßensanierungen, die Erschließung von neuem Bauland und natürlich die Unterhaltung der kommunalen Einrichtungen auf der Liste, die 2019 abzuarbeiten ist. Der Gemeinderat werde sich darüber hinaus mit der Zukunft der Eigenwasserversorgung und mit der Weiterentwicklung der Kinderbetreuung beschäftigen.

All diese Themen nahm der Bürgermeister zum Anlass, auf die Kommunalwahl am 26. Mai zu verweisen, für die sich Strobel eine echte Wahl und jede Menge engagierte Bürger wünscht, die sich aufstellen lassen. „Ich rufe heute dazu auf: Überlegen Sie, ob Sie nicht Kandidat oder Kandidatin sein wollen“, so Strobel. Einen spontanen Zwischenapplaus brachte ihm folgender Satz ein: „Jeder, der sich zur Wahl stellt, verdient größten Respekt und ist durch seine Bereitschaft schon eine Bereicherung für die Gemeinde und ein Gewinner.“

Zum Schluss des offiziellen Teils des Neujahrsempfangs ehrte Strobel noch verdiente Blutspender aus seiner Gemeinde – eine Tradition, die im letzten Jahr mit viel positivem Feedback begonnen worden war und deshalb auch in der Zukunft beibehalten werden soll. „Es ist wichtig, dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und für Blutspenden zu werben“, sagte Strobel während der Ehrung. Anschließend durften bei Sekt und Häppchen noch einmal die vergangenen zwölf Monate nachbesprochen und die Aussichten für das kommende Jahr diskutiert werden.

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