Satteldorf Ferienprogramm: Verwöhnprodukte selbst gemacht

Satteldorf / Johannes Ihle 11.08.2018
Das Ferienprogramm in Satteldorf erfreut sich großer Beliebtheit. Am Seifenherstellen nehmen an zwei Tagen 15 Kinder teil. Neben einem Gefühl für das richtige Mischverhältnis ist Geduld gefragt.

Es duftet nach Kokos und Kakao, ein Hauch von Teearoma liegt in der Luft des Raumes. Stille. Die Kinder kneten konzentriert in ihren Schüsseln eine glibberige Menge zu einer feinen Masse. Im Jugendraum in Satteldorf steht „Seifen und Badekugeln herstellen“ auf der Agenda des Ferienprogramms. Acht Kinder sind zum zweiten Termin gekommen. „Ich biete dieses Jahr fast alle Veranstaltungen zweimal an, weil es letztes Jahr so viele Anmeldungen gab“, sagt die Jugendreferentin der Gemeinde, Patricia Ackermann.

Die Produktion von Seifen und Badekugeln wird in diesem Jahr zum ersten Mal angeboten. Seit zwei Jahren arbeitet Ackermann in Satteldorf, zuvor war sie in Gaildorf tätig. „Dort haben wir es auch angeboten und es wurde sehr gut angenommen. Hier bin ich alleine, daher muss alles gut geplant sein und funktionieren.“ Im vergangenen Jahr war sie sich daher noch zu unsicher. Denn: „Das Programm soll schön, aber auch nicht zu aufwendig sein.“ Der Spaß und der Erfolg stehen im Vordergrund.

Öl als Klebstoff

Und das tut es. Bei der Seifenherstellung läuft alles nach Plan. Unter fachmännischer Anleitung von Patricia Ackermann mischen die Kinder die in Schüsseln bereitgestellten Zutaten zu einer homogenen Masse zusammen. Geraspelte Seifen, verschiedene Duftöle auf natürlicher Basis, Mandelöl, Wasser, Kokosraspeln, Kakao, Teebeutel und Lebensmittelfarbe warten auf die Verarbeitung.

Die Hände kleben. Hier noch ein bisschen Öl, dort noch ein wenig Wasser, bis am Ende die Konsistenz stimmt. Die Kinder gießen die Masse in Förmchen oder formen Tiere. Und ab in die Tiefkühltruhe zum Trocknen. „Zu Hause sollten die Kinder die Seifen noch ein paar Tage liegen lassen, bevor sie sie verwenden“, erklärt Ackermann. Die erste Runde ist beendet.

Zur Belohnung und zur Abkühlung an einem heißen Sommertag spendiert die Jugendreferentin in der anschließenden Pause ein Eis, während die Kinder Billard, Kicker oder Gesellschaftsspiele spielen.

Geduld ist gefragt

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung werden sprudelnde Badekugeln hergestellt. Der Vorgang ähnelt dem der Seifenherstellung, die Zutaten werden teils verändert. Speisestärke, Natron, Zitronensäure, Meersalz, Duftöle, Wasser und Mandelöl sowie Farbe, Kakao, Kokosflocken und Kräuter aus den Teebeuteln stehen zur Verfügung. Die Kombination aus Natron und Zitronensäure sorgt für den sprudelnden Effekt der Badekugeln.

Ein Blick in die Gesichter der Kinder verrät: Das Kneten und das Verfeinern mit Düften macht Spaß. Hochkonzentriert rollen sie aus der entstandenen Masse kleine, bunte Kügelchen, die ebenfalls einige Tage getrocknet werden müssen, ehe sie zu einem sprudelnden Bad einladen.

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