Braunsbach Vertretung ist bis Mai geregelt

Pfarrer Frederik Guillet bei seiner Einsetzung in Braunsbach im September 2013 - Ende Oktober 2014 ist er verabschiedet worden. Archivfoto: Marc Weigert
Pfarrer Frederik Guillet bei seiner Einsetzung in Braunsbach im September 2013 - Ende Oktober 2014 ist er verabschiedet worden. Archivfoto: Marc Weigert
OLIVER FÄRBER 08.11.2014
Knapp über ein Jahr war Frederik Guillet in Döttingen Pfarrer. Jetzt ist die Stelle dort vakant. Mit einer viertel Stelle vertritt vorläufig der Hessentaler Pfarrer Hartmut Bullinger ihn - bis ein Nachfolger gefunden ist.

"Wie es in Döttingen weitergeht, wüsste ich gerne", scherzt die Haller Dekanin Anne-Kathrin Kruse, weiß es aber schon ziemlich genau. Bis Mai 2015 werde Hartmut Bullinger die Vertretung übernehmen. Er hat bereits in Hessental eine halbe Stelle als Pfarrer, eine viertel Stelle am Haller Diakonie-Klinikum als Seelsorger. "Und es kann schon dauern, bis allein die Stelle ausgeschrieben wird", erklärt die Geistliche.

Zunächst brauche es nämlich einen Termin mit dem Prälaten der Landeskirche für eine Ausschreibungssitzung. Vorher tritt das Besetzungsgremium aus Vertretern der Döttinger Kirchengemeinde und einer Person vom Kirchenbezirk zusammen. Sie überlegen sich, welche Aufgaben der neue Pfarrer haben soll, worauf man Wert lege. "Es ist wichtig, dass man die Stelle gut profiliert", sagt Kruse.

Dann erscheint eine Stellenausschreibung im Heft "Arbeit und Besinnung", das 2500 Pfarrer in der evangelischen Landeskirche erhalten. Darauf erfolgen Bewerbungen beim Oberkirchenrat. Schließlich folgt entweder ein Wahl- oder Benennungsverfahren. Beim Wahlverfahren werden dem örtlichen Besetzungsgremium drei Kandidaten vorgestellt, aus denen sie wählen können. Beim Benennungsverfahren wird nur ein Bewerber genannt. In beiden Fällen können die Döttinger aber auch sagen, dass ihnen kein Kandidat passt. "Dann geht wieder alles von vorne los", erklärt die Dekanin.

Dass Guilett und seine Frau, die als Dienstaushilfe beim Haller Dekanat tätig war, so kurzfristig nach Göppingen umgezogen sind, sei nicht unüblich. "Die Pfarrer sind frei. Und da kann es auch mal schnell gehen", sagt Kruse.