Gerbertshofen Versuch statt Vollausbau: Straßensanierung im Dünnschichtverfahren

Die Straßenschäden auf der Bergstraße in Gerbertshofen gehören bald der Vergangenheit an: Noch im Frühjahr soll die Straße saniert werden. Foto: Christine Hofmann
Die Straßenschäden auf der Bergstraße in Gerbertshofen gehören bald der Vergangenheit an: Noch im Frühjahr soll die Straße saniert werden. Foto: Christine Hofmann
CHRISTINE HOFMANN 16.04.2014
Die Bergstraße und das Gässle in Gerbertshofen bekommen einen neuen Belag. Eine Asphaltfeinschicht füllt Schlaglöcher auf, schließt Risse, versiegelt die Oberfläche - und soll Zeit und Geld sparen.

Es ist kein Ersatz für einen Vollausbau, aber eine kostengünstige Alternative, mit der kurzfristig die Oberflächen der beiden Gerbertshofener Straßen repariert werden können. Die Sanierung im sogenannten Dünnschichtverfahren kostet nur etwa ein Zehntel eines Vollausbaus - rund 23 100 Euro für 2300 Quadratmeter Fläche.

Das neue Verfahren spart nicht nur Geld, sondern auch Zeit: In wenigen Stunden kann die Spezialfirma VSI aus Kaiserslautern eine dünne Asphaltschicht auf die Straße aufbringen. Diese soll rund zehn Jahre halten. Neben der Reparatur von Rissen und Schlaglöchern hat die Feinschicht vor allem die Aufgabe, die Oberfläche so zu versiegeln, dass kein Wasser mehr eindringen kann. Damit sollen weitere Frostschäden verhindert werden.

Da die Bergstraße hauptsächlich von Anliegern genutzt wird und wenig Schwerlastverkehr zu verbuchen hat, biete sich das Dünnschichtverfahren hier an, erklärte Bürgermeister Matthias Strobel im Gemeinderat. Die Straße sei nicht auf ihrer gesamten Länge beschädigt, daher könne über eine abschnittsweise Sanierung diskutiert werden, so Strobel. Auf diese Diskussion ließen sich die Gemeinderäte jedoch nicht ein. "Wenn schon, dann machen wir es richtig. Sonst gibt es wieder ein Stückwerk", sagte Gemeinderat Gerold Brenner.

Die Nachbargemeinde Frankenhardt hat im letzten Jahr bereits eine Gemeindeverbindungsstraße im kostengünstigen Dünnschichtverfahren sanieren lassen. "Die Frankenhardter Erfahrungen sind bisher gut", berichtete Hauptamtsleiter Wilhelm Hanselmann, "für uns ist das jetzt ein Versuchsballon." Die Instandsetzung von Bergstraße und Gässle soll in diesem Frühjahr zeitgleich mit den geplanten Fahrbahnsanierungen in Weipertshofen und Rechenberg erfolgen.