Satteldorf Verschiedene Akzente in den Konfessionen

Ein Darstellung Martin Luthers in der nach dem Reformator benannten Kirche in Bissingen.
Ein Darstellung Martin Luthers in der nach dem Reformator benannten Kirche in Bissingen. © Foto: Helmut Pangerl
Satteldorf / PM 24.01.2015
Dem Thema "Reformation - Bild und Bibel" ist eine Vortragsreihe gewidmet, mit der die Kirchengemeinde Satteldorf am kommenden Dienstag beginnt.

Die Themenabende finden im evangelischen Gemeindehaus in der Unteren Gasse 2 statt. Der Eintritt ist frei.

Dass Bilder für das Selbstverständnis einer Religionsgemeinschaft von zentraler Bedeutung sind, ist in ungeahnter Brisanz in jüngster Zeit in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt. Nach dem Terroranschlag von Paris wird weltweit darüber diskutiert, ob das Recht auf Pressefreiheit an der Darstellung von Bildern religiösen Inhalts eine Grenze finden sollte oder nicht.

Mit dieser Diskussion hat das Themenjahr 2015 auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017 eine aktuelle Dimension hinzugewonnen.

In welcher Hinsicht hat die Reformation eine nachhaltige Veränderung des christlichen Gottesbildes bewirkt? Wie hat sie das abendländische Verhältnis zu Bildern überhaupt verändert und bis in die Gegenwart mit geprägt? Dass die Auffassung der Kirchen hier markante Unterschiede aufweisen, darauf deutet allein schon die unterschiedliche Ausstattung katholischer, lutherischer und reformierter Kirchengebäude hin. Die Unterschiede bleiben freilich nicht allein äußerlich. Sie schlagen sich auch im Selbstbewusstsein einer Glaubensgemeinschaft nieder, allen voran in den Vorstellungen und Bildern, in denen sie ihr Gottes- und Weltverständnis zu artikulieren sucht. Insbesondere die Bilder der transzendenten Welt lassen verschiedene Akzente in den christlichen Konfessionen erkennen. So hat die Reformation nicht nur eine neue Theologie, sondern auch eine neue Bilderwelt in der Kunst hervorgebracht. Durch die zeitgenössische Erfindung des Buchdrucks ist diese Bilderwelt ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gelangt und entfaltet ihre Prägekraft bis heute.

Die Termine

Die Termine der Vortragsreihe: Dienstag, 27. Januar, 19.30 Uhr, "Du sollst dir kein Bildnis machen!? Die Reformatoren und die Bilder" mit Prof. Dr. Kirsten Huxel; Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr, "Cranach und Dürer malen die Reformation" mit Prof. Dr. Kirsten Huxel; Freitag, 13. März, 19.30 Uhr, "Himmlische Bilder - Auferstehung und Ewigkeit in der Kunst" mit dem Künstler Tim Haberkorn pm

SWP