Stadtsanierung Um einige Blickfänge reicher

Bürgermeisterin Jacqueline Förderer (links) berichtet den Ehrengästen, Anwohnern und Geschäftsinhabern von den zahlreichen Maßnahmen, die im Sanierungsgebiet rund ums Bahnhofsareal umgesetzt worden sind.
Bürgermeisterin Jacqueline Förderer (links) berichtet den Ehrengästen, Anwohnern und Geschäftsinhabern von den zahlreichen Maßnahmen, die im Sanierungsgebiet rund ums Bahnhofsareal umgesetzt worden sind. © Foto: Christine Hofmann
Schrozberg / Christine Hofmann 02.07.2018

Rom ist nicht an einem Tag erbaut worden – und auch die Sanierung der Innenstadt ist nicht an einem Tag zu bewerkstelligen“, sagte Jacqueline Förderer am Freitagnachmittag bei der Einweihung des Schrozberger Bahnhofsareals. Die Bürgermeisterin brachte gemeinsam mit Vertretern aus Land, Landkreis und der Stadt, mit Planern, beteiligten Firmen und nicht zuletzt den Anwohnern und Geschäftsinhabern ein Großprojekt zum Abschluss, das das Gesicht der Stadt positiv verändert hat.

Nicht nur das Bahnhofsgebäude, das inzwischen ein Kulturdenkmal ist, und die alte Post wurden aufwendig saniert – beide befinden sich heute in Privatbesitz –, auch Plätze, Wege und Straßen wurden neu gemacht, bekamen Pflaster, Blumenbeete und Bäume. Beim Rundgang durch das Sanierungsgebiet – vom alten Schulhaus, in dem heute die Firma Hakro ihren Sitz hat, bis zum frisch renovierten Wohn- und Geschäftshaus der Kronenmetzgerei – war es deutlich zu sehen: Schrozberg ist um einige Blickfänge reicher geworden.

Das gesamte Sanierungsgebiet „Innenstadt“, von dem das Bahnhofsareal ein Teilstück ist, wurde 2009 in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASP) aufgenommen. Ursprünglich sollten 1,17 Millionen Euro an Fördergeldern in das 12,53 Hektar große Gebiet fließen. Inzwischen wurden die Fläche auf 13,27 Hektar vergrößert und die Finanzmittel auf 6,92 Millionen Euro aufgestockt.

Die Sanierung des Bahnhofsareals erfolgte in den Jahren 2016 und 2017 – zunächst mit Tiefbauarbeiten und dann mit der Bepflanzung und Elektrifizierung. Parallel profitierten viele Hauseigentümer von den Fördermitteln, berichtetet Förderer: „In den vergangenen Jahren wurden sieben private Gebäude abgebrochen und 17 private Gebäude modernisiert.“

Am Bahnhofsgebäude wurde eine Ladestation für Elektrofahrräder und für Elektroautos installiert. Auch die Westfranken-Bahn will investieren: Sie plant eine Sanierung und Modernisierung der Bahnübergänge und Bahnsteige, die künftig barrierefrei sein werden. Förderer: „Wir werden bald einen rundum schönen Zugang für unsere bahnreisenden Gäste haben.“

Das Thema Stadtsanierung ist noch nicht abgeschlossen. Am 9. Juli beginnen die Arbeiten für den letzten Bauabschnitt auf der Blaufeldener Straße, und auch der Bau der Bibliothek startet in Kürze. „Das Stadtsanierungsprogramm wird 2020 abgeschlossen“, so Förderer, „aber der Prozess der Stadterneuerung geht niemals zu Ende.“

Stadtentwicklung in Schrozberg

Nach den Sanierungsgebieten „Ortskern I und II“ in den Jahren 1971 bis 1999 und „Molkerei-Areal“ von 1996 bis 2004 wurde mit dem Gebiet „Innenstadt“ bereits das vierte Sanierungsgebiet in Schrozberg ausgewiesen. Im Jahr 2009 wurde es in das Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ (ASP) aufgenommen. hof

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