Rosengarten Trainieren wie ein Unicorn

SWP 08.03.2013
Warum ist der Football nicht rund? Diese und viele weitere Fragen stellte die Klasse 4a aus Rosengarten dem Unicorns-Trainer Siegfried Gehrke beim Besuch des Nachwuchs-Teams im Rahmen des Zisch-Projektes.

Als die Mädchen und Jungen in Sportsachen die Halle betreten, staunen sie nicht schlecht, wie viele Kinder und Jugendliche sich an diesem Abend in der Hagenbachhalle versammelt haben. Etwa 50 Kinder tummeln sich dort. Die Luft ist dementsprechend stickig.

Als alle zusammenkommen, stellt Cheftrainer Siegfried Gehrke einem Trainer der Flaggies - das sind die Nachwuchs-Footballer - die 19 Schüler aus Rosengarten vor. Das Aufwärmtraining bestreiten sie gemeinsam mit den Spielern. Nora (10) stöhnt: "Puh, ganz schön anstrengend. Erst fünf Runden laufen, dann Koordinations- und Dehnübungen!" Sophia-Anastasia (9) meint: "So wärmen wir uns im Turnen auch auf, das fällt mir nicht schwer." Einige der Jungen fühlen sich ans Fußballtraining erinnert. Währenddessen fotografiert Niklas (10) eifrig das Geschehen.

Nun werden die Flaggies, je nach Alter und Größe, einem der fünf Trainer zugeteilt. Siegfried Gehrke ruft die Klasse 4a zu sich und beginnt mit Wurfübungen. Lars (10) ruft begeistert: "Guck mal, Frau Grames, wie weit ich schon werfen kann!" Luca (9) weiß nun endlich, wofür die Nähte am Football gut sind: "Dahin müssen die Finger beim Wurf." Die größte Begeisterung ruft bei den Rosengartenern eine Übung mit Körperkontakt und großen Polstern hervor. Siegfried Gehrke: "Zurückhaltender sind die Mädchen ja ganz und gar nicht."

Nach dem Schnuppertraining versammelt sich die 4a im Gang zu den Umkleiden. Die vielen Fragen beantworten Siegfried Gehrke sowie Adrian Hertlein (19, Linebacker und Jugendtrainer aus Kornberg). Josefine (9) fragt: "Dürfen Mädchen eigentlich auch mitspielen?" Bis 16 Jahre hier bei den Unicorns, später zum Beispiel in Crailsheim, weiß Adrian Hertlein.

Über die Frage, warum die Mannschaft "Unicorns" heißt, muss Siegfried Gehrke schmunzeln. "Einer unserer Mitbegründer, ein Kanadier, fand den Namen im Jahr 1983 toll und hat uns alle überzeugt. Mittlerweile machen sich viele Gegner über uns lustig, aber am Schluss lachen meistens wir." Die Meistertitel 2011 und 2012 belegen das.

"Warum ist der Football nicht rund?", will Valentin (10) zum Abschluss noch wissen. Die kurze Antwort der Experten: "Damit man ihn besser werfen kann."

Mal schauen, ob einer der Viertklässler in ein paar Jahren auch einmal ruft: "Ready Unicorns!"