Gesellschaft Themen gemeinsam anpacken

Frauen im ländlichen Raum knüpfen Kontakte und schaffen Verbindungen beim Workshop des landkreisübergreifenden Frauennetzwerks in Stimpfach.
Frauen im ländlichen Raum knüpfen Kontakte und schaffen Verbindungen beim Workshop des landkreisübergreifenden Frauennetzwerks in Stimpfach. © Foto: Christine Hofmann
Stimpfach / Christine Hofmann 15.06.2018

Frauen im ländlichen Raum stehen alle vor ähnlichen Herausforderungen. Da macht es Sinn, sich zusammenzutun und die Dinge gemeinsam anzupacken“, sagt Margot Wagner, Sprecherin des Kreisfrauenrats Ostalb. Auf ihre Initiative hin bildet sich gerade ein landkreisübergreifendes Frauennetzwerk, das engagierte Frauen in den Landkreisen Ostalb und Schwäbisch Hall zusammenbringt. In fünf Workshops erarbeiten Frauen beider Landkreise Ideen, wie ein solches Netzwerk aussehen könnte.

Frauen aus zwei Landkreisen

Am Wochenende gab es im Bürgerhaus in Stimpfach das vierte Treffen. Gemeinderätinnen, Selbstständige, Handwerkerinnen, Landwirtinnen und vielfach ehrenamtlich engagierte Frauen von Blaufelden bis Abtsgmünd brachten ihre Ideen ein. Moderiert wurde das Treffen von Manuela Rukavina aus Stuttgart, die von 2015 bis 2017 Vorsitzende des Landesfrauenrats Baden-Württemberg war.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen stand die Netzwerkarbeit im Zentrum des Treffens. „Unser Ziel ist, eine gemeinsame Homepage zu erstellen“, berichtete Rukavina. Darauf sollen sämtliche vorhandenen Angebote gebündelt, inhaltliche Themen behandelt und ein Veranstaltungskalender veröffentlicht werden. „Man könnte sagen, wir wollen ein digitales Netzwerk erstellen.“ Für die professionell gestaltete und gepflegte Homepage sollen Fördermittel akquiriert werden.

In einem zweiten Schritt wollen die Frauen beider Landkreise ein gemeinsames Jahresthema festlegen, unter dem am Frauentag und auch zu anderen Gelegenheiten verschiedene Aktionen von Frauen für Frauen stattfinden sollen.

Ein großes Thema ist die Gewinnung von jungen Frauen, die bereit sind, sich zu engagieren – vor allem geht es um das politische Engagement. „Von den bestehenden Strukturen der Frauenverbände lassen sich junge Frauen eher abschrecken: Kaum jemand hat Lust, sich für fünf Jahre in ein Gremium wählen zu lassen“, so Rukavina. Zunächst müsse die Frage geklärt werden, wie junge Frauen heute überhaupt erreicht werden können. „Mit einem Flyer, der dem Amtsblatt beiliegt, gelingt das wohl nicht mehr.“

Die fünf Workshops werden über das Förderprogramm „Gut Beraten! Beratungsgutscheine zur Förderung der Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung in Baden-Württemberg“ des Staatsministeriums Baden-Württemberg bezuschusst. Beim letzten Treffen wird die Umsetzung des landkreisübergreifenden Netzwerks konkret vorbereitet.

Info Der letzte Workshop ist am morgigen Samstag von 10 bis 14.30 Uhr in der Begegnungsstätte beim DRK-Altenheim, Keuperweg 5, in Neuler. Anmeldung bei Margot Wagner unter Telefon 0 79 61 / 63 81 oder per E-Mail an
m.wagner@amellwa.de.

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