Sulzbach/Laufen / swp  Uhr
Niklas Berroth aus Sulzbach-Laufen will im August in Russland sein Können beweisen und Weltmeister werden.

 Der Betonbauer Niklas Berroth aus Sulzbach-Laufen vertritt zusammen mit Julian Kiesl aus dem bayerischen Mallersdorf-Pfaffenberg sein Handwerk bei der Weltmeisterschaft der Berufe, den „Worldskills“. Der Wettbewerb findet vom 22. bis 27. August 2019 im russischen Kazan statt. Über 1600 junge Fachkräfte aus mehr als 60 Ländern treten in insgesamt 56 nicht-akademischen Berufswettbewerben (Skills) an. Das teilt die Bauwirtschaft Baden-Württemberg mit. Die beiden Teilnehmer haben Mitte Juni im Ausbildungs- und Fortbildungszentrum der Bau-Innung Nordschwaben trainiert.

Hitze in Crailsheim Beton bricht am Straßenrand

In den Hirtenwiesen hat sich ein Betonzweizeiler am Straßenrand gehoben.

Auf die Betonbauer wartet eine schwere Herausforderung

Hauptbestandteil der Wettbewerbsaufgabe ist das Schalen von zwei Wänden, wovon die eine mit Winkelabschrägung plus schräger Ausbuchtung zu bauen ist und die andere einen viereckigen Erkervorbau mit einer Aussparung in Zwiebelkuppelform besitzt. „Die Wände erhalten eine komplette Deckenabschalung, damit diese zusammen mit der Decke sowie zwei deckengleichen Unterzügen in einem Guss betoniert werden können“, erklärt Josef Leberle, Ausbildungsleiter.

Nach dem Trocknungsprozess steht das Ausschalen an. „Dieser Vorgang der Enthüllung erfolgt unter großer Anspannung, denn er gibt das Ergebnis für alle sichtbar und messbar frei“, weiß Leberle aus Erfahrung.

Auf Abschnitten der A7 gilt bis 4. Juli ein Tempolimit von 80 Stundenkilometer - wegen der Hitze.

Der Nachwuchs-Betonbauer Niklas Berroth ist seit seiner Kindheit mit der Praxis am Bau bestens vertraut. Als kleiner Junge begleitete er Großvater und Vater auf den Baustellen des Familienunternehmens Berroth-Bau GmbH in Sulzbach-Laufen. „Für mich ist Sichtbeton einfach der Baustoff schlechthin. Er sieht klasse aus und es ist nach wie vor eine Herausforderung, schönen Beton zu bauen“, erklärt Berroth, der nach seiner Ausbildung im Ostalbkreis nun im Familienunternehmen mitarbeitet.

„Wir erstellen Bauwerke für die Ewigkeit, das fasziniert mich am allermeisten an meinem Beruf“, so Berroth. Im Jahr 2017 war Berroth Deutscher Meister und seit März 2019 ist er Mitglied der Nationalmannschaft.

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