Ilshofen Strom ist nicht gleich Spannung

Ilshofen / UTS 28.04.2015

Die Stromleitungen, die die Energie quer durchs Land transportieren und die im Volksmund "Starkstromtrassen" genannt werden, sind physikalisch richtig ausgedrückt Hochspannungstrassen. Deshalb werden sie auch in Umspannungswerken (und nicht in "Umstromwerken") transformiert. Denn: Strom ist nicht Spannung. Dies allerdings ließ der Infokasten in der Donnerstagsausgabe glauben. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Es ist also nicht so, wie im Haller Tagblatt vom 23. April irrtümlich beschrieben, dass je stärker der Strom ist, desto weniger beim Transport verloren geht.

Das Gegenteil sei der Fall, schreibt Dr. Volker Aurich: "Je stärker der Strom ist, desto größer sind die Verluste. Das besagt einfach das Ohmsche Gesetz." Daher müsse man, bei vorgegebener Leistung, den Strom klein halten, indem man die Spannung erhöht.

Also: Spannung entsteht, wenn elektrische Ladungen ("plus" und "minus") getrennt voneinander vorliegen. Spannung ist die Ladungsdifferenz. Strom hingegen ist der Ladungsausgleich - der beginnt, wenn zum Beispiel der Schalter angeknipst wird. Dann schließt sich der Stromkreis, die Ladungen können sich ausgleichen, der Strom fließt.