Umzug Stimpfacher "Haine-Hexa" stürmen Rathaus

Stimpfach / KERSTIN SCHELLHORN 08.02.2013
Wenn der Bürgermeister und der Hauptamtsleiter zu "Zugpferden" degradiert werden, kann das nur eines bedeuten: Narren ziehen durchs Dorf!

"Dr Schuldes hot heid nix zum saga, drom spannad mr en jetzd vorn Waga. Helfa muaß em dr Hanselmann, denn zamme sen se a ganz guades Gschpann. Ha no, ha wia, ha wa." So stand es im Konzept, so wurde es gemacht. Die "Haine-Hexa" machten aus Bürgermeister Matthias Strobel und Hauptamtsleiter Wilhelm Hanselmann beim gestrigen Rathaussturm kurzerhand zwei "Zugpferde", die den Faschingsumzug durchs Dorf führen mussten. Obwohl mit leuchtend gelben "Zugpferd"-Schildern versehen, waren die beiden Männer mit großem Spaß bei der Sache. Mitglieder der Bläserklasse der Kaspar-Mettmann-Schule und der Jugendmusikkapelle folgten ihnen auf dem Fuße. Mit Partykrachern wie "Sweet Caroline" und "Marmor, Stein und Eisen bricht" brachten sie so gut wie jede Hüfte zum Wackeln.

Die Kinder und Erzieherinnen der drei Kindergärten der Gemeinde hatten sich jeweils ein Thema für ihre Umzugskostüme ausgedacht. "Das soll ja immer schön bunt aussehen und abwechslungsreich sein", sagte Gerlinde Lang, Leiterin des Rechenberger Kindergartens. Ihre Schützlinge hatten sich als Maler verkleidet.

Der Stimpfacher Kindergarten hatte sich für das Thema Fische entschieden, während die Weipertshofener als Pinguine und Eisschollen verkleidet herummarschierten. Wohin man auch sah: schillernde Fischmützen, bunt bekleckste Arbeitskittel und mit weißem Styropor behängte Erzieherinnen.

Stärken konnten sich die Narren bei einem Glas Sekt in der Stimpfacher Raiffeisenbank, die auf dem Weg durchs Dorf ebenso gestürmt wurde wie die örtliche Sparkassen-Filiale. Dort wurden die "Zugpferde" Strobel und Hanselmann sogar mit süßen Teilchen empfangen. Kalorienbomben, die sich beide wieder leisten konnten, nachdem sie mit den "Haine-Hexa" vor der Kaspar-Mettmann-Schule Ringelreihen getanzt hatten. Es folgten noch einige "Ha no, ha wia, ha wa"-Chorgesänge, bevor der närrische Tross ins Gasthaus zum Falken einkehrte.