Das Kochduell war spannend, außergewöhnlich und lecker. Der Wettbewerb „Koch des Jahres“ richtet sich an Profi-Köche aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol und wird bereits zum fünften Mal ausgetragen.

Sechs Teilnehmer mit hohem Talent und hervorragendem Können traten in Essen an, um sich eines der letzten beiden Tickets für das Finale zu sichern. Und einer davon war Dominik Holl aus Rechenberg. Insgesamt sechs Finalisten werden bei der Anuga in Köln im Oktober im „Kochkampf“ antreten, um den renommierten Titel „Koch des Jahres“ und 10.000 Euro Preisgeld zu gewinnen. Mit dem Titel steht dem Sieger eine der renommiertesten Auszeichnungen der Branche und ein enormer Karrieresprung in Aussicht.

Crailsheim

Beinahe 100 Bewerbungen beim Vorfinale

In drei Vorfinalen kürte eine Jury internationaler Sterneköche je zwei Finalisten, die innerhalb von acht Stunden ein Drei-Gänge-Menü für sechs Personen mit einem Warenwert von maximal 16 Euro präsentieren sollten. Für das Vorfinale in der Grand Hall Zollverein in Essen, wurden die sechs Kandidaten aus fast 100 Bewerbungen ausgewählt.

Der zweitägige Wettbewerb war gespickt mit Herausforderungen. Er war die Fahrt auf der Adrenalin-Achterbahn definitiv wert. Die Herausforderung um gemüseorientierte Küche motivierte zahlreiche Köche, sich für das Vorfinale in Essen zu bewerben. Sechs setzten sich mit ihren Kreationen durch, bunt gemischt aus Österreich, Deutschland und Südtirol übrigens, Wiederholungstäter und Wettbewerbs-Neulinge. Eine Gemeinsamkeit indes hatten sie alle: Die Hingabe zu einer nachhaltigen Küche.

„Am ersten Tag war ich doch sehr aufgeregt, bis es dann mal los ging. Aber sobald wir gekocht haben und mittendrin waren, war alles nur noch Nebensache“, beschreibt Holl seine Gefühlslage. „Der Haupttag am Montag war dann etwas ruhiger, weil man ja schon wusste, was auf einen zukommt. Nur die Servicezeit  war noch einmal ein kleiner Aufreger und natürlich später die Siegerehrung.“

Rund 1000 Zuschauer

Die Grand Hall Zollverein in Essen wurde von rund 1000 Besuchern gefüllt, alle auf der Jagd nach neuen Trends, aufregenden Geschmäckern und mit gedrückten Daumen für den jeweiligen Favoriten. Alle sechs Teilnehmer hatten eines der zwei letzten Tickets in Essen verdient. Denn sie alle kreierten unter schwierigen Wettbewerbsbedingungen hervorragende Leistungen für die zwölf Sterne- und Spitzenköche.

Mit den gewissen Prisen extra setzten sich am Ende Alexander Gläsel aus Bolzhausen und Dominik Holl aus dem Restaurant „Meier‘s Zweisinn“ in Nürnberg mit Assistent David Gombert schließlich durch. Für ihre Leistung erhielten die Spitzenköche den „Goldenen Schlüssel“ zum Finale, ein vergoldetes Messer. Zudem  gewann Holl mit seinem Assistenten auch noch den Sonderpreis „Legendary Dessert“.

„Erst konnte ich noch gar nicht wirklich feiern, weil ich am nächsten Abend schon wieder arbeiten musste. Aber das konnte ich am Samstag im Freundeskreis ausgiebig nachholen.“

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Stimpfach

Das Sieger-Menü von Dominik Holl


Vorspeise („Frühlingserwachen“): Tofu,  Erbse, Kichererbse, Apfel, Sellerie, Buttermilch

Hauptgang („Marrakesch trifft Perlhuhn“): Aubergine, Vadouvan, Paprika, Quinoa,  Koriander, Cashew

Dessert („Red Temptation“): Inspiration Erdbeere, Timut Pfeffer, Rhabarber