Großerlach / swp  Uhr
Im Jahr 2021 soll die Brücke in der Rottalsenke erneuert werden. Die Gemeinde Großerlach plant parallel.

Die Brücke in der Rottalsenke zwischen Mainhardt und Großerlach wird voraussichtlich im Jahr 2021 erneuert. Dann wird auch eine mehrwöchige Vollsperrung der B 14 nötig. Die Gemeinde Großerlach hat angeregt, bei dieser Gelegenheit auch eine Linksabbiegespur an der Einmündung der Kreisstraße 1812 einzurichten. Weil weder das Regierungspräsidium noch das Landratsamt Ressourcen übrig hatten, hat der Gemeinderat die Vorplanung an das Büro Riker + Rebmann vergeben. Über den Bau einer Linksabbiegespur wird bereits seit 20 Jahren nachgedacht.

Verlegung wird zu teuer

Das Büro hat jetzt zwei Planungsvarianten vorgelegt, eine davon sieht die Verlegung der Einmündung um ein Stück nach Osten vor. Das Regierungspräsidium habe sich allerdings dagegen ausgesprochen, teilte die Großerlacher Verwaltung jetzt im Gemeinderat mit. Wegen des steilen Gefälles an dieser Stelle sei der Aufwand für einen regelkonformen Bau zu hoch. Die Variante, die einen Eingriff an der jetzigen Einmündung vorsieht, sei hingegen mit deutlich weniger Aufwand verbunden. Zudem seien nahezu ausschließlich öffentliche Flächen betroffen.

Eine Verlegung der Einmündung wäre durchaus reizvoll gewesen, erklärte Bürgermeister Christoph Jäger. Die Kreisstraße wäre dann etwas von der Schule und den Parkflächen abgerückt, zudem hätten sich für die Gesamtanlage mehr Gestaltungsspielräume ergeben.

Bau verzögert sich seit 2018

Die Erneuerung der Rotbrücke, die eigentlich schon im Frühjahr 2018 angedacht war, ist nun für 2021 vorgesehen. Die Gemeinde wird deshalb nun prüfen, ob für die sich anbietende Neugestaltung der Parkflächen an der Einmündung Zuschüsse beantragt werden können.

Der Gemeinderat beschloss, die Variante weiterzuverfolgen. Parallel soll aber nochmals geprüft werden, ob nicht doch eine Kreisverkehrslösung möglich wäre. Zudem soll beantragt werden, den Gehweg entlang der Bundesstraße ab der Fußgängerampel zurückzubauen, da über Amselweg und Fichtenhain eine erheblich sicherere Fußgängerverbindung vorhanden ist. Der Fußweg soll ebenfalls gerichtet, die Beleuchtung erneuert und auf LED-Technik umgestellt werden. Auch die Neugestaltung beziehungsweise Sanierung der Stellplätze auf der darunterliegenden Ebene wird berücksichtigt, zudem sollen zusätzlich Wohnmobilstellplätze und E-Ladesäulen geschaffen werden.

Im Haushalt bereits vorgesehen

Die aktuell im Haushaltsplan eingestellten Mittel in Höhe von 120.000 Euro werden auf Vorschlag von Bürgermeister Jäger nun für vorbereitende Planungskosten und andere dringende Straßensanierungsmaßnahmen entsprechend der im Gemeinderat beschlossenen Prioritätenliste verwendet. Derzeit laufen bereits die Vorplanungen für die Ortsdurchfahrten Böhringsweiler und Frankenweiler. Auch die Verbindung von Morbach zur Platte, das Hohenbrachsträßchen oder die Friedhofstraße kämen infrage, erklärte Jäger.

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