Landkreis SPD: Realschule bleibt auf Jahre bestehen

Landkreis / SWP 26.03.2013
Die CDU schüre mit ihrer Kampagne "Wir kämpfen für unsere Realschule" Ängste. Das wirft der SPD-Abgeordnete Nikolaos Sakellariou der CDU vor.

"Die Realschulen bieten ihren Schülern sehr gute Perspektiven. Sie werden noch lange Jahre ein Bestandteil der Schullandschaft bleiben", betont der Landtagsabgeordnete. Behauptungen der CDU, die grün-rote Landesregierung wolle die Realschulen abschaffen, seien falsch und verunsicherten die Eltern. Die Weiterentwicklung zur Gemeinschaftsschule sei ein freiwilliges Angebot. Während das Kultusministerium Lösungen erarbeite, um Schulen trotz des Rückgangs der Schülerzahl zu erhalten, bleibe die CDU bei ihren überholten Antworten. Sakellariou: "Die Bildungspolitik der Landes-CDU erschöpft sich darin, das dreigliedrige Schulsystem zu verteidigen, während sie die neuen gesellschaftlichen Herausforderungen ignoriert."

Alle Schulen müssten sich stärker mit der individuellen Förderung befassen - auch Realschulen. Dazu seien die Realschulen im laufenden Schuljahr erstmals überhaupt mit einem Pool von 1,5 Lehrerwochenstunden für die individuelle Förderung ausgestattet worden. Für das kommende Schuljahr sei zusätzlich geplant, den Realschulen für die achten Klassen weitere zwei Wochenstunden zur individuellen Förderung zur Verfügung zu stellen.

Demgegenüber habe die CDU in ihrer Regierungszeit den Realschulen keine weiteren Ressourcen zugewiesen, schreibt Sakellariou in einer Pressemitteilung. Er verwahrt sich gegen die Behauptung, mit der Einrichtung der Gemeinschaftsschulen würden Fakten geschaffen, noch bevor es eine gesetzlich verankerte regionale Schulentwicklungsplanung gebe. Standards der regionalen Schulentwicklung würden schon jetzt bei der Genehmigung von Gemeinschaftsschulen bedacht und umgesetzt. "Die Kommunalpolitiker sollten sich überlegen, wie sich ihre Schullandschaft entwickelt und wie vor Ort eine möglichst große Vielfalt an Bildungsabschlüssen angeboten werden kann."