Dass bald wieder Züge in Wallhausen halten sollen, ist Teil eines neuen Nahverkehrskonzepts für den nordöstlichen Landkreis Schwäbisch Hall. Dazu gehört auch, dass die Schülerbeförderung teilweise auf die Schiene verlegt werden soll.

Welche Auswirkungen diese Umstellung auf die Schüler aus Wallhausen haben könnte, beschäftigt unter anderem Gemeinderat Peer Hahn, der vor der jüngsten Sitzung des Gemeinderats der Verwaltung einen umfangreichen Fragenkatalog zum Thema vorgelegt hat. Unter anderem geht es ihm dabei um die Sicherheit der Kinder aus der Siedlung, die nach dem neuen Konzept nicht mehr an der Frankenstraße oder in der Hengstfelder Straße in einen Bus einsteigen können, um nach Crailsheim zu fahren, sondern zum Bahnhof laufen müssen.

"Ich betrachte das ganze Konzept als ziemlich gefährlich", meinte Hahn in der Gemeinderatssitzung. Er verwies dabei unter anderem auf die Gefahren, die beim Überqueren der Bundesstraße 290 beim Bahnhof bestünden. Trotz der geplanten Fußgängerampel seien die Kinder dort gefährdet, weil immer wieder Lastwagen über die Gehsteige fahren würden. Hahn stellte auch die Frage, wer für die Sicherheit auf dem Bahnsteig sorgen werde, nachdem es dort kein Personal geben werde.

Hahn stieß im Gremium nur teilweise auf Verständnis. So stellte Hermann Bolz die Frage, ob die Gemeinde mit ihrer Zustimmung zur Reaktivierung ein "Eigentor" geschossen habe. Marc Müller dagegen betonte, die Bahnhaltestelle bedeute für Wallhausen eine enorme Steigerung der Attraktivität. Steffen Blumenstock meinte, diese Diskussion hätte der Gemeinderat bereits vor zwei Jahren führen können, als die Gemeinde zugestimmt habe. Ähnlich äußerte sich Paula Schwandt. Sie meinte, der Gemeinderat habe das Thema schon oft behandelt, jedoch sei Peer Hahn nicht dabei gewesen.

Bürgermeisterin Rita Behr erklärte, sie habe schon immer auf die Problematik hingewiesen. Sie verwies darauf, dass in der Crailsheimer Straße eine weitere Fußgängerampel geplant sei, die zudem durch eine Vorampel oberhalb der Kurve ergänzt werden solle. Fachleute hätten den Platz für die Schulkinder auf den Gehwegen als ausreichend eingestuft. Auf die Frage nach der Sicherheit am Bahnsteig antwortete sie mit dem Hinweis, die Haftung sei wie an anderen Bus- und Bahnhaltestellen geregelt.

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