Einwohnerentwicklung So viele Zuzüge wie noch nie

Obersontheim / Sigrid Bauer 04.12.2018
Der Obersontheimer Neubürgerempfang am 1. Adventssonntag ist gut besucht. Jürgen Lerner wird nach 2017 erneut geehrt.

Über 130 Neubürger – damit hat Obersontheim die 5000er-Marke bei der Einwohnerzahl geknackt. Die Gemeinde punktet mit guter Infrastruktur, ungewöhnlich vielen Arbeitsplätzen, relativ günstigen Bauplätzen und einer top Kinderbetreuung, auch in der Grundschule. „Wir kommen nicht mehr hinterher mit der Erschließung von Baugebieten, um alle Interessenten zu bedienen“, räumte Bürgermeister Siegfried Trittner bei der Begrüßung der Neubürger im Hospitalgebäude ein.

Überwiegend scheint Obersontheim Menschen aus dem Umkreis anzuziehen. Tina Scharl-­Meischl etwa ist mit ihren beiden Kindern aus Vellberg in die Nachbargemeinde umgezogen. „Wir sind so nett von den Nachbarn begrüßt worden, da fühlt man sich gleich angenommen“, freut sie sich. Auch über die Schule, in der Tochter Anna in die dritte Klasse geht, ist sie voll des Lobes: „Sie ist toll.“

Eugen Ott hat es ebenfalls von Vellberg aus nach Obersontheim verschlagen. „Wir suchen schon seit sieben Jahren einen Bauplatz. Hier hat sich kurzfristig eine Möglichkeit ergeben, als ein Interessent absprang“, berichtet er. Seit zwei Monaten wohnt die vierköpfige Familie im neuen Heim. „Das Einzige, was noch fehlt, ist der Festnetzanschluss“, so der Familienvater.

Maria-Theresia Trittner hat während des Studiums in Freiburg gelebt, jetzt zog es sie wieder Richtung Heimat. Nicht ganz zufällig dorthin, wo ihr Vater Bürgermeister ist. Trittner stellte sie zunächst als Neubürgerin vor, die mit einem Gesangsauftritt für vorweihnachtliche Stimmung sorgte und mit ihrer vollen, warmen Stimme das Publikum verzauberte.

Der Neubürgerempfang ist auch ein passender Rahmen für die Ehrungen, die dieses Mal eine Besonderheit verzeichneten: Jürgen Lerner ist als Feuerwehrkommandant schon letztes Jahr zusammen mit seiner Mannschaft für das goldene Leistungsabzeichen geehrt worden, dieses Jahr ehrte ihn Obersontheims Bürgermeister als Einzelperson. 13 Jahre war Lerner stellvertretender Kommandant. Ab 2013 führte er die freiwillige Feuerwehr als Kommandant, „das anspruchsvollste und verantwortungsreichste Ehrenamt in einer Kommune“, wie Bürgermeister Trittner betonte.

Stellvertretend für den Verein zeichnete Trittner den Vorsitzenden der Hundefreunde Bühlertal Günter Rieder und seinen Sohn Nico Rieder aus. Der Verein hat im Sommer auf dem Sportgelände Hagenbusch eine zweitägige Verbandsmeisterschaft mit über 300 Hundesportlern auf die Beine gestellt. „Ein wahres Aushängeschild für die Gemeinde“, erkannte Trittner an.

Selbstbewusst und mutig seien die Landfrauen Untersontheim aufgetreten, als sie mit einer besonderen Aktion junge Frauen ansprachen, neue Schwerpunkte festlegten und die Zeichen des Vereins auf Zukunft setzten. „Der Erfolg gibt ihnen recht“, freute sich Trittner bei der Ehrung.

Als der VDK, ein Verband, der sich für soziale Belange einsetzt, in Obersontheim schon fast am Boden lag, hat Dieter Schmidt den Verein reaktiviert, die Ortsverbände zusammengeschlossen und viele neue Mitglieder geworben. „Er hat dem Verein zu neuer Blüte verholfen“, unterstrich Trittner bei der Ehrung des Unterfischachers, der den Verein 16 Jahre lang führte.

Für ihren Wiederaufstieg in die Kreisliga A verbunden mit allen spannungserzeugenden Elementen, die der Fußball zu bieten hat, wie Obersontheims Bürgermeister treffend formulierte, zeichnete er die zweite Mannschaft des TSV Obersontheim aus.

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