Online-Medien Smartphone daddeln und online zocken – nicht ohne Grenzen!

Smartphones und Tablets ziehen Kinder mächtig an.
Smartphones und Tablets ziehen Kinder mächtig an. © Foto: Pressefoto
Kirchberg / pm 11.02.2017
Sinnvolle Regeln für die Nutzung digitaler Medien von Kindern müssen sein! Das Internat Schloss-Schule Kirchberg hat sein Regelwerk wissenschaftlich verankert - eine Richtschnur auch für Eltern

Kinder und Jugendliche sind von den digitalen Medien fasziniert. Das stellt Eltern oder auch Lehrer vor Herausforderungen. „Speziell die Internetnutzung über das Smartphone gehört nun mal zur Lebensrealität der Schüler. Unabhängig von unserer Medienkompetenz-Vermittlung im Schulcurriculum haben wir daher die Regeln am Internat, also für den häuslichen Bereich, auf den Prüfstand gestellt“, sagt  Dr. Eva Borchers. Ziel der Internatsleiterin und ihrer Kollegen an der Schloss-Schule war es, sinnvolle Regularien zur Nutzung von Online-Medien auszuarbeiten.

Die Schule ging das Ganze daher wissenschaftlich und unter Einbeziehung der Schüler an: Mit einer Bestandsaufnahme und Gruppengesprächen sowie mit einem Sozial-Experiment wurden im Rahmen einer Masterarbeit der Universität Bamberg Handlungsempfehlungen zur Onlinenutzung abgeleitet. 

Erstaunliches Experiment

Das wesentliche Ergebnis: „Mit unseren ursprünglichen Regeln zur Mediennutzung mit Zeitstaffelungen nach Jahrgangsstufe waren wir ganz gut aufgestellt“, so Borchers. Nur an der ein oder anderen Stellschraube wurde nun entsprechend den Empfehlungen der Master-Studentin Anna Schaller noch nachjustiert, um vor allem mit den jüngeren Internatsschülern der 5. bis 7. Klasse einen Konsens zu finden.

Speziell das einwöchige Sozialexperiment, bei dem eine Schülergruppe der Fünft- bis Siebtklässler zeitlich völlig offen ihre Handys, Smartphones, Laptops und Tablets nutzen durfte – im Gegensatz zu einer Vergleichsgruppe mit reguliertem Medienkonsum – habe gute Erfahrungen eingebracht. Das erstaunliche Ergebnis: In der Gruppe der Schüler mit offenem Medienkonsum wurden die Geräte nur unwesentlich mehr genutzt als in der Gruppe, die auf 14 Wochenstunden – bei freier Zeiteinteilung – begrenzt war.

Die im Experiment angesetzten maximal 14 Wochenstunden im Alter von etwa 11 bis 14 Jahren entsprachen quasi einer Realsituation und dem, was in medienpädagogischen Fachkreisen als grobe Richtlinie gilt und auch Eltern empfohlen werden kann.

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