Crailsheim Sie zeigen uns Potenziale in der Stadt

ANDREAS HARTHAN 23.07.2013
Mit Eroberern haben es die Crailsheimer nicht so. Das war schon vor mehr als 600 Jahren so, als umliegende Reichsstädte versuchten, die Stadt einzunehmen. Es gelang, wie noch immer jedes Kind in Crailsheim weiß, nicht.

Vielleicht hat diese Abneigung gegen Eroberer dafür gesorgt, dass nicht alle "Stadteroberer", die übers Kulturwochenende nach Crailsheim gekommen waren, unversehrt geblieben sind.

Dabei hatten die mehr als 100 dreibeinigen Wesen, die noch immer überall in der Stadt zu finden sind, keinerlei feindliche Absichten. Sie waren auf Einladung von Menschen gekommen, die sich Gedanken über ihre Stadt machen. Die Figuren "besetzten" Grünanlagen und Plätze, um die Menschen auf eben diese Räume hinzuweisen.

Schaut, wie schön diese Szenerie ist! Beispielsweise der Stadtgraben oder der Lammgarten. Wobei man sich in beiden Fällen nicht des Eindrucks erwehren kann, dass diese Räume ein Mauerblümchendasein fristen. Schaut, wie viel Potenzial diese Räume noch haben! Das war die Botschaft in Jagst- und Trutenbachaue. Crailsheim ist eine Stadt am Fluss. Weiß sie das? Schaut man sich an, wie sie zwischen Ingersheim und Heldenmühle mit diesem Sachverhalt umgeht, ist man geneigt, mit Nein zu antworten.

Wenn es um die Bewerbung für eine Landesgartenschau geht, ist der Gemeinderat bis heute nicht über unverbindliches "Sollte-man-eigentlich-mal-drüber-Nachdenken" hinausgekommen. Und bei der Aufstellung des Stadtentwicklungsplans (STEP) hat man die große Chance vertan, die Ideen eines international renommierten Landschaftsplaners zur Aufwertung der Jagstaue aufzugreifen.

Schaut, es gibt Menschen, die sich Gedanken über die Zukunft Crailsheims machen! Das ist die hoffnungsvolle Botschaft der "Stadteroberer".