Seitenblicke: Helfen, ohne zu fordern

NORBERT ACKER 08.08.2015

Vor rund anderthalb Wochen haben wir über die Beschwerde eines Anwohners einer neuen Flüchtlingsunterkunft in Schwäbisch Hall berichtet. Das ist nicht ohne Folgen geblieben. Allerdings sind dies durchweg positive Folgen. Nachbarn aus dem Wohngebiet zeigen sich solidarisch und unterstützen die Asylbewerber. Dabei geht es meist um die ganz kleinen Dinge, die für uns Wohlstandsmenschen schon so selbstverständlich sind. So fehlten unter anderem auf den ersten Blick banale Dinge wie Besteck, Gläser oder Teller. Doch auch mit gebrauchten Möbeln konnte den Menschen in der Unterkunft geholfen werden, sich ein wenig wohnlicher einzurichten. So eine Hilfsbereitschaft macht Mut und verdient großen Respekt. Außerdem zeigt sie, dass wir im Landkreis eine gute Willkommenskultur haben. Nur manchmal wünscht man sich, dass die Leutem, die einfach nur helfen, ohne etwas zu verlangen, auch mal so laut werden wie die, die sich über Menschen echauffieren, die zum Teil viel Leid hinter sich haben. Sie hätten allen Grund dazu, denn sie tun genau das richtige!

Die Hitze hat die Region schwer im Griff. Das werden wir auch an diesem Wochenende zu spüren bekommen. Die Temperaturrekorde purzeln nur so, und wir kommen aus dem Schwitzen nicht mehr raus. Ziemlich mies ist das für die Landwirtschaft, ohne Frage. Der täte ein kräftiger Sommerregen sehr gut. Alle anderen, die wegen den tropischen Temperaturen stöhnen, seien an den alten Gassenhauer von Rudi Carrell erinnert: "Wann wird's mal wieder richtig Sommer?" Die Antwort auf die Frage ist ganz einfach: "Einen richtigen Sommer haben wir doch gerade." Oder etwa nicht?

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