Unterdeufstetten Schulstandort: Totenglöcklein schon zu hören

Unterdeufstetten / HAZ 01.03.2013

Die Blütezeiten in der Christoph-von-Pfeil-Schule in Unterdeufstetten sind vorbei: Während sich vor 20 Jahren noch gut 500 Buben und Mädchen in der Fichtenauer Bildungsstätte tummelten, verlieren sich heute zum Beispiel in der Hauptschule nur noch ein paar Dutzend Zöglinge in den Klassenräumen. Tendenz: weiter sinkend.

Während sich Martin Piott per Gemeinschaftsschule zusammen mit der Nachbargemeinde Kreßberg eine Überlebenschance ausrechnet, teilen seine beiden Konkurrenten derlei Hoffnungen nicht. Carsten Prange zweifelt an den Chancen für eine solche Kooperation - und Steffen Kern hört in der Ferne gar schon das Totenglöcklein läuten: "Ich befürchte, dass man die Schule künftig nicht mehr halten kann - dieser Tatsache sollte man ins Auge sehen und nicht um den heißen Brei herumreden."

Steffen Kern brachte noch einen anderen Aspekt für den Schülerschwund ins Spiel: "Es gibt wohl auch Probleme mit der Schulleitung". "Öffentlich sage ich dazu nichts", erklärte Martin Piott, der bei dieser Frage "Wahlkampftaktik nicht mit Höflichkeit und Anstand" verwechselt wissen wollte. "Dann", so konterte Kern, "braucht man sich aber nicht zu wundern, wenn man Eltern verunsichert und die Schelte dafür kassiert."