Die Sanierung der Helmut-Rau-Schule ist auf circa 15 Millionen Euro veranschlagt. Sie soll im Herbst beginnen. Wer in diesen Tagen zwischen Schloss, Waldhalle und Schule unterwegs ist, dem fallen die Container auf, die hinter der Waldhalle gestapelt sind. Dort soll nach den Herbstferien der Unterricht stattfinden.

In der jüngsten Ratssitzung vergaben die Gemeinderäte die Aufträge für die technischen Außenanlagen. Zu diesen gehören beispielsweise die Elektro- und Datenleitungen sowie die Wasser- und Abwasserleitungen zwischen und zu den Gebäuden. Die Erneuerung der Abwasserleitungen macht den Löwenanteil der Kosten aus. Die Befahrung der Grundleitungen zeigte, dass die Erneuerung zwingend notwendig ist, stellte Ortsbaumeister Volker Heiden fest. Die erste Kostenschätzung der Gemeinde war von 241.790 Euro ausgegangen. Jetzt wurden die Aufgaben indes für 407.912 Euro an die Firma Schneider aus Öhringen vergeben.

Kostensteigerungen am Bau

Mehrere Faktoren haben dazu beigetragen, dass die Arbeiten deutlich teurer wurden. So wurden wegen dem knappen Ausführungszeitraum von November bis Februar einzelne Positionen höher bepreist. Zum anderen kam es zu Kostensteigerungen, die vorab nicht absehbar waren. Weil zahlreiche Leitungen über das Schulgelände verlegt sind, müssen die meisten Trassen als Handaushub erfolgen, heißt es in der Sitzungsunterlage. In den Schächten liege teilweise belastetes Material wie etwa Asbest oder Kleber. Hinzu kommen Preissteigerungen um teilweise 100 bis 150 Prozent bei einzelnen Leistungen.

Besorgt diskutierten die Gemeinderäte über die höheren Kosten. „Ich bekomme Bauchschmerzen, weil die tatsächlichen Kosten so neben der Kostenschätzung liegen“, sagte Gemeinderat Wolfgang Feuchter. Er wollte wissen, wie es mit den anderen Ausschreibungsposten aussieht. Ortsbaumeister Volker Heiden sagte zu: „Im Februar stehen 60 Prozent der Ausschreibungen.“

Einstimmig vergab der Rat die Aufträge an die Firma Schneider, Öhringen.

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Crailsheim/Satteldorf/Schrozberg