Wackershofen Schülerinnen schildern schlimme Zeiten

Wackershofen / PM 07.11.2014

Schülerinnen der Thomas-Schweicker-Werkrealschule Schwäbisch Hall halten morgen in Hößlinsülz und Weikershausen Vorträge über die Ereignisse während des Zweiten Weltkriegs. Das ehemalige Armenhaus aus Hößlinsülz bekam im Jahr 1935 eine besondere Funktion: Es wurde zum Heim der örtlichen Hitlerjugend (HJ). Als Teil der Veranstaltungsreihe "Stolpern mit Kopf und Herz" zum Jahrestag der Reichsprogromnacht erläutern morgen um 14 Uhr Schülerinnen des Montessori-Zweiges der Thomas-Schweicker-Werkrealschule Schwäbisch Hall im Hohenloher Freilandmuseum, welche Funktion der Jugendorganisation innerhalb des nationalsozialistischen Systems zukam und welche Bedeutung das HJ-Heim hatte. Treffpunkt ist das Armenhaus aus Hößlinsülz.

Im Anschluss schildern auch im Käshof in Weipertshausen Schülerinnen dramatische Ereignisse, die sich zum Ende des Zweiten Weltkrieges dort abgespielt haben: Eine junge Frau und zwei Männer fanden hier im Frühjahr 1945 Unterschlupf. Alle drei wären wohl ermordet worden, wenn sie verraten oder von der SS entdeckt worden wären. Sie überlebten, weil ihnen die damaligen Hofbesitzer, die Kaisers, halfen und damit das Leben retteten. Geschichten wie diese waren selten, als der Krieg Deutschland und Europa verwüstete und täglich Abertausende Menschen ihr Leben verloren. Aber es gab sie. Und es gab Menschen, die anderen Menschen halfen, so wie die Kaisers.

Info Die Erläuterungen im Armenhaus und im Käshof sind Teil der Veranstaltungsreihe, die in diesem Herbst aus Anlass des 76. Jahrestages der Pogromnacht vom 9. November 1938 begangen wird.