Schrozberg Schrozbergerin versucht ausgesetzte Katze zu retten

Lena, so HT-Leserin Andrea Schäfer, war ihr schlimmster Fall. Zwei Jahre dauerten die - letztendlich vergeblichen - Bemühungen um ihr Überleben.
Lena, so HT-Leserin Andrea Schäfer, war ihr schlimmster Fall. Zwei Jahre dauerten die - letztendlich vergeblichen - Bemühungen um ihr Überleben. © Foto: Privat
ANDREAS HARTHAN 05.02.2014
Angeregt durch den Artikel "Aktionismus oder Katzenschutz?" berichtet Andrea Schäfer aus Schrozberg von ihren Erfahrungen mit notleidenden Katzen: Einer von zu vielen Fällen ist Katze Lena. Mehrere Tausend Euro hat die Schrozbergin für ihre Behandlung ausgegeben.

Angeregt durch den Artikel "Aktionismus oder Katzenschutz?" berichtet Andrea Schäfer aus Schrozberg von ihren Erfahrungen mit notleidenden Katzen:

"Einer von zu vielen Fällen ist Lena. Sie wurde mit ihrem Geschwisterchen an der Bundesstraße 290 ausgesetzt. Das Geschwisterchen wurde überfahren, Lena danach vom Fahrer in den Grünstreifen gelegt. Einen Tag später kam sie aus eigener Kraft zu mir, das war im Juli 2011. Sie war circa sechs Wochen alt, hatte 38 Zecken, unzählige Flöhe, Katzenschnupfen, war halb verhungert und apathisch.

Stammgast beim Tierarzt

Erst acht Tage später begann sie zu spielen. Auf dem Weg zum Tierarzt schrie sie und versuchte, aus der Transportbox zu kommen. Sie hatte Angst, wieder durch die Autotür entsorgt zu werden. Bei dem Versuch, ihr rechtes Auge durch eine Operation (nach langer Behandlung) zu retten, verlor sie es. Sie war ein häufiger Patient meiner Tierärzte, sowohl stationär als auch ambulant. Zwei Jahre später musste sie wegen Leukose eingeschläfert werden.

Lena war mein schlimmster Fall. Heute habe ich zehn Katzen, von denen ich nur zwei selbst angeschafft habe, alle anderen waren Notfälle. Alle sind kastriert und werden regelmäßig gegen Parasiten behandelt. Allein Lena hat mich mehrere Tausend Euro gekostet. Sie musste großes Leid ertragen. Wäre ihre Mutter kastriert gewesen, dann hätte es Lena nie gegeben.

Alles ist unproblematisch, solange es nicht vor der eigenen Tür passiert oder zum Nachteil unseres Geldbeutels ist.

Hoffentlich wird die Kastration freilaufender Katzen schnellstmöglich vorgeschrieben, damit dieses unbeschreibliche Leid ein Ende hat."