Schrozberg Schrozberg sucht den Superstar: Zwei Mädchen singen sich an die Spitze

FABIAN SWIDRAK 24.07.2013
"Schrozberg sucht den Superstar" hieß es wieder auf dem Jacobifest. Zum achten Mal organisierte Harald Beibl den Gesangswettbewerb, dessen Niveau weiter anstieg. Die Jury war sich bei den Siegern einig.

Aufgeregt sitzt Sina Malin Neukamm mit ihren langen blonden Haaren auf dem kleinen Hocker in der Mitte der Bühne. Ein Instrument hat sie nicht dabei, nur das Mikrofon hält sie in der Hand. Mehr braucht die 12-Jährige für ihren Auftritt nicht. Allein mit ihrer vollen und warmen Stimme zieht sie die Zuhörer im Festzelt in ihren Bann. Souverän singt sie sich durch Birdys "People help the people" und lässt sich selbst durch die anfangs streikende Technik nicht aus der Ruhe bringen.

Überzeugt hatte die junge Sängerin aus Lauchheim bei Aalen damit auch die Jury, die sie zur Siegerin der achten Auflage von "Schrozberg sucht den Superstar" in der Altersklasse der 8- bis 13-Jährigen kürte. "Ausschlaggebend war einfach ihre sehr, sehr gute Stimme", erklärte Tontechniker und Produzent Robert Schröder die Entscheidung. "Da waren wir uns alle drei in der Jury einig." Auch Musiklehrer Aleksander Bosnjak war begeistert: "Sie hat einfach den Soul." Die Nachwuchssängerin selbst konnte ihr Glück kaum fassen: "Ich freue mich riesig. Es war schön, auf der Bühne singen zu dürfen", so Sina Malin Neukamm stolz.

Einen guten Tag erwischte auch Nina Stumpp aus Ellrichshausen. Mit ihrer Gitarre und dem Song "Set fire to the rain" von Adele setzte sie sich in der Altersklasse 14 bis 16 Jahre durch und überzeugte vor allem mit ihrer eingängigen Stimme. "Die Art und Weise, wie sie den Song rübergebracht hat, war toll. Das Gesamtbild war einfach gut, das Zusammenspiel aus Gesang und Gitarre hat gepasst", erklärte Schlagzeuger Michael Bösinger die Entscheidung der Jury: "Nina hat die Bühne gerockt." Schon im Vorjahr war Nina Stumpp dabei und wurde Zweite. "Ich hätte nie gedacht, dass ich hier gewinnen kann", so die 14-Jährige. Seit sieben Jahren spielt sie Gitarre. Das Singen hat sie dagegen erst im Alter von elf Jahren richtig für sich entdeckt.

Auch Carmen Lehmann freute sich mit den Talenten. Die Crailsheimer Gesangslehrerin führte zusammen mit Harald Beibl durch die Veranstaltung. "Respekt vor allen, die sich angemeldet hatten. Es gehört immer eine Menge Mut dazu, sich auf eine solche Bühne zu stellen." Harald Beibl war ebenfalls zufrieden: "Wie immer haben Nuancen entschieden. Das Niveau hier steigt von Jahr zu Jahr."

Vor allem das große Einzugsgebiet, aus dem die Nachwuchskünstler nach Schrozberg kommen, macht Beibl stolz - "aber es wäre auch schön, nächstes Jahr wieder ein paar mehr echte Schrozberger dabei zu haben."