Heutzutage muss in den Schulen nicht nur der Bildungshunger gestillt werden: Wer den ganzen Tag die Schulbank drückt, braucht zwischendrin eine stärkende Mahlzeit. Oft aber sind beide Eltern berufstätig – dann bleibt für die Schüler die heimische Küche kalt. In Schrozberg schließt jetzt eine nagelneue Mensa diese Versorgungslücke. Die Kommune investierte 2,45 Millionen in das Projekt, aus Zuschussquellen flossen 1,17 Millionen Euro.

Bereits im September 2007 veränderte sich die Schullandschaft in Schrozberg, wo derzeit 443 Kinder und Jugendliche von 47 Lehrern unterrichtet werden:  Seinerzeit wurde die Ganztagsschule in offener Form eingeführt.

Freilich mussten die Schüler nicht darben: Rektor Dieter Klein und sein Nachfolger Urban Brändle kümmerten sich in enger Zusammenarbeit mit dem Rathaus und dem damaligen Bürgermeister Klemens Izsak darum, dass in der Schule keine knurrenden Mägen zu hören waren.

Kombination verworfen

Allerdings zeichnete sich in den Jahren danach ab, dass es für die immer stärker in Anspruch genommene Mittagsverpflegung nur unzulängliche Räumlichkeiten gibt. Den ursprünglichen Plan, die Mensa in der neuen Bücherei unterzubringen, legten die Gemeinderäte aber wieder zu den Akten. Aus Kostengründen verzichtete das Gremium im Dezember 2015 zudem darauf, die Sanierung der Schule mit dem Mensa-Bau zu kombinieren.

„Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben“, sagte Bürgermeisterin Jacqueline Förderer am Samstag bei der Einweihung der neuen Mensa, die von der Stadtkapelle Schrozberg und ihrem Dirigenten Oleg Mook begleitet wurde.

Jacqueline Förderer bezeichnete die neue Mensa, die von der Metzgerei Schilpp an vier Tagen in der Woche mit Essen beliefert wird und wo Erika Oberndörfer und Beate Östreicher als „gute Seelen der Mensa“ auch kleinere Snacks und Mahlzeiten zubereiten, als „Meilenstein in der Entwicklung der Schule Schrozberg“.

Nach den Plänen von Diplom-­Ingenieur Michael Fleck, der so manche Herausforderung bei einem Bau im laufenden Schulbetrieb meistern musste, entstand nämlich weitaus mehr als nur ein Speisesaal mitsamt Küche: Der kommissarische Schulleiter Arndt Lange verwies darauf, dass die Mensa mit ihren Trennwänden auch bestens für Veranstaltungen genutzt werden kann. Zudem gibt es jetzt auch ein Büro für die Schulsozialarbeiterin Doro Hachtel nebst einem Domizil für den Unterricht der Musikschulen. Platz war auch noch für einen neuen Sanitätsraum. Und mit einem Aufzug wurde auch Barrierefreiheit im Schulhaus geschaffen.

Dieter Klein vom Freundeskreis der Schule zog seinen Hut vor der stets „großzügigen Unterstützung“ der Bildungsstätte durch die Stadt und den Gemeinderat, was sich auch bei der neuen Mensa zeige.

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