Schon gehört?

30.08.2014

Der Staatsanzeiger ist eine Wochenzeitung für Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Baden-Württemberg. Zudem ist er das Zentralblatt für amtliche, öffentliche und gerichtliche Bekanntmachungen. Nicht nur für angehende Bürgermeister gehört er zur Pflichtlektüre, weil darin die ausgeschriebenen Stellen als Rathauschef veröffentlicht werden. Natürlich betreibt der Staatsanzeiger auch Eigenwerbung, wenn es Lücken bei den Anzeigen gibt. Das sind dann die sogenannten Füller. In der jüngsten Ausgabe vom 29. August ist auf gleich zwei solcher Füller der Haller SPD-Landtagsabgeordnete Nikolaos Sakellariou abgebildet, wie er am Rednerpult des Landtags steht.

"Da ging es um die Debatte zum Verbot des Alkoholkonsums auf öffentlichen Plätzen", erinnert sich der SPD-Politiker. Der Staatsanzeiger habe damals auch den Aufmacher zum Thema mit diesem Bild illustriert. "Vor einem Jahr bin ich zur Werbeikone avanciert", freut sich der Haller. Er werde des öfteren darauf angesprochen. Nicht schlecht gestaunt habe er selbst, als er bei einem SPD-Parteitag am Stand des Staatsanzeigers vorbei gekommen sei. Da seien große Hochglanztüten mit Werbematerialien der Wochenzeitung verteilt worden - auf denen prangte groß sein Konterfei. "Dass ich in meinem Alter und mit meiner Frisur mal zum Fotomodel avancieren würde, hätte ich auch nicht gedacht", schmunzelt Sakellariou. Offiziell gefragt worden sei er nicht. Aber er kenne keinen Kollegen, der sich dagegen wehren würde. Honorar gebe es "natürlich nicht". kor