Mainhardt Schnell reagiert: Pfleger löschen Feuer in Heim

Pflegeheim Lindenhof: In einem Zimmer bricht Feuer aus. Foto: Ufuk Arslan
Pflegeheim Lindenhof: In einem Zimmer bricht Feuer aus. Foto: Ufuk Arslan
TOBIAS WÜRTH 25.02.2013
Flammen im Alten- und Pflegeheim Lindenhof in Mainhardt: Noch bevor die Feuerwehr vor Ort ist, können Mitarbeiter die brennende Gardine löschen. Niemand wurde verletzt. Die Brandursache steht nicht fest.

Am Tag danach klingt Geschäftsführer Martin Seibert erleichtert. Die Nacht von Samstag auf Sonntag war in dem Alten- und Pflegeheim, für das er verantwortlich ist, aufregend. "Kurz vor 21 Uhr brach am Fenster eines Bewohnerzimmers ein Feuer aus", erzählt er. Die Nachtbereitschaft nahm den Brand wahr, stürmte verstärkt von zwei Pflegern und einer Besucherin zu dem Zimmer. Die vier Helfer erstickten mit dem Feuerlöscher die Flammen, die an der Gardine hochschlugen. Die Plastik-Vorhangstange tropfte auf die Heizung herab, so heiß war es an dieser Stelle.

Dann traf die Feuerwehr ein, die durch die Brandmeldeanlage automatisch herbeigerufen worden war, teilt Seibert mit. Wie es zu dem Feuer kam, steht noch nicht fest. Die Kriminalpolizei Schwäbisch Hall hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie will sich am Montag das Zimmer genau ansehen, hat es bis dahin abgeschlossen. Bei den Löscharbeiten erlitten die vier Helfer Rauchgasvergiftungen, wurden daher vorsorglich zur Beobachtung ins Diak gebracht. Sie konnten aber bereits gegen 1 Uhr am Sonntagmorgen entlassen werden. Der Bewohner hatte sein Zimmer beim Brand schnell verlassen. Neben der Feuerwehr Mainhardt war auch die DRK-Bereitschaft im Einsatz.

Der Ernstfall habe gezeigt, dass die jährliche Feuerübung für Mitarbeiter und die Schulungen sinnvoll waren, bilanziert Seibert. Zudem habe er mit Erleichterung festgestellt, dass der Feueralarm ausgelöst wurde und die Wehrleute unmittelbar an Ort und Stelle waren. Auch er sei gespannt, was sich als Brandursache herausstellt. Kerzen und Feuerzeuge dürfen die Bewohner nicht benutzen. Der Geschäftsführer des Heims sagt: "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen."