Auf Initiative von Nikolaos Sakellariou besuchen acht Abgeordnete das Kosovo, um vor Ort die Lebensumstände der Sinti und Roma zu erkunden. Besonderen Wert hat der Haller Abgeordnete darauf gelegt, dass die Landtagsabgeordneten aus allen vier Fraktionen mit Familien und Kindern zusammentreffen, die schon in Baden-Württemberg gelebt haben und in das Kosovo abgeschoben worden sind. Die Delegation erhofft sich Hinweise auf die Lebensumstände der Familien und darauf, wie Sinti und Roma im Kosovo leben und welche Chancen sie dort bekommen.

Aus diesen Erkenntnissen wird die Delegation Handlungsempfehlungen an den Landtag von Baden-Württemberg geben, die dann auch im Bund zur Kenntnis genommen werden, der für Abschiebungen in das Kosovo abschließend zuständig ist. Seit zehn Jahren hatte sich der Haller Abgeordnete, der bis zum Ablauf der letzten Legislaturperiode stellvertretender Vorsitzender des Petitionsausschusses war, erfolglos bemüht, dass der Ausschuss in das Kosovo reist. Erst mit den neuen Mehrheitsverhältnissen sei diese Reise möglich geworden, schreibt Sakellariou in einer Mitteilung.