Zu wenig Geld bedeute zu wenig Zeit für Pflegebedürftige und das sei eine Frage der Würde und der Vernunft, meint der CDU-Landtagsabgeordnete aus Crailsheim. Wenn auf der anderen Seite mehr Menschen in ein Pflegeheim müssten, zahle die Gesellschaft am Ende sogar drauf. Mit einer ganzen Reihe von Fragen zur Situation der ambulanten Pflegedienste hat sich Rüeck an das Ministerium gewandt.

So will er beispielsweise wissen, wie sich die Zahl der Dienste im Land entwickelt hat, ob sich noch genügend Personal finde und wie es gelingen könne, mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu interessieren. Rüeck freut sich, dass das Sozialministerium eine unter dem ehemaligen Sozialminister Repnik (CDU) begonnene Informations- und Werbekampagne zur Attraktivität der Pflegeberufe und der sozialen Berufe wiederholen möchte.

Bedenklich und korrekturbedürftig findet der CDU-Abgeordnete, dass eine zunehmende Arbeitsverdichtung in der Pflege zu einer Erhöhung des Krankenstands sowie zum vorzeitigen Ausscheiden aus dem Beruf führe. Ein Grund sei die unzureichende Vergütung der ambulanten Pflegedienste. "Die Schere zwischen der Kostenentwicklung in der ambulanten Pflege und den Vergütungen der Kassen geht immer weiter auseinander", meint Rüeck. Das führe dazu, dass ambulante Pflege immer weniger attraktiv werde. Für die große Toilette im Rahmen der Körperhygiene hätten die Kassen 2001 20,27 Euro gezahlt. 2011 seien es 22,97 Euro.