Samuel Speitelsbach aus Ravenstein im Neckar-Odenwald-Kreis hat seine Bewerbung um die Nachfolge von Bürgermeister Siegfried Gröner abgegeben. Dort wird am 14. März gewählt – genau wie in Obersontheim und in Kraichtal (Landkreis Karlsruhe). In diesen beiden Gemeinden steht er ebenfalls zur Wahl.
Der 34-Jährige ist ein Dauerbewerber bei baden-württembergischen Bürgermeisterwahlen. Im vergangenen Frühjahr wollte er Bürgermeister von Untermünkheim werden. Zuvor hatte er es etwa in Calw, Baiersbronn, Titisee-Neustadt, Adelsheim-Gutach, Murrhardt, Weinsberg und  Waldenburg versucht.

Bei der Kandidatenvorstellung in Weinsberg kam es zum Eklat

Wo er auch antrat – überall sorgte Speitelsbach zumindest für Irritationen. Bei der Kandidatenvorstellung in Weinsberg kam es zum Eklat, als er mit Blick auf das dortige Zentrum für Psychiatrie von einem „Foltergefängnis“ sprach und das Publikum beschimpfte: „Hitler wird eher das Reich Gottes betreten als ihr Heuchler.“ Er zeigte eine Art Hitler-Gruß mit der linken Hand, woraufhin er die Bühne verlassen musste. Der Auftritt war kein Ausrutscher, sondern hat System. Immer wieder fiel Speitelsbach mit rechten Provokationen auf. In einem Wahlflyer in Baiersbronn hatte er 2019 laut „Badischen Neuesten Nachrichten“ Eva Braun als „einzigen Gott“ und Adolf Hitler als „Propheten“ bezeichnet.

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Die Bewerbungsfrist in Rot am See endet am Montag, 15. Februar.