Religiöse Bräuche: Kerzenweihe und Lichterprozession

SEL 01.02.2014

Kirchenleben In der katholischen Kirche werden an Mariä Lichtmess Kerzen geweiht, berichtet Josef Keiner, Geschäftsführer des Dekanats. Diese dienen nichtalltäglichen Zwecken. Sie werden etwa nach dem Sterben eines Angehörigen angezündet. In zahlreichen Kirchen im Kreis liegen am Sonntag, 2. Februar, Kerzen aus und können gekauft werden. Wer mag, kann auch eigene Kerzen in die Gottesdienste mitbringen und weihen lassen. In vielen Kirchen finden Lichterprozessionen statt.

Die Bibel Im Jüdischen (und auch vielfach im süddeutschen Raum bis in die 60er Jahre) galten Mütter 40 Tage nach der Geburt als unrein. Mit Ablauf der Frist gingen Mutter und Kind in den Tempel. Üblich war, ein Reinigungsopfer zu bringen - ein Schaf oder Tauben. Das Fest der "Darstellung des Herrn", wie Mariä Lichtmess auch bezeichnet wird, war früher ein Festtag. Biblisch überliefert ist, dass dabei der betagte Simeon und die Prophetin Hanna in Jesus den Erlöser erkannten.

Aktuelles In manchen Kreisen werden entsprechend dem keltischen Jahreskreis Mond- und Sonnenfeste gefeiert. Mariä Lichtmess hat in diesem Jahreskreis die Entsprechung als "Imbolc". Am Sonntag bietet Naturparkführerin Michaela Köhler eine Wanderung dazu an. Treffpunkt ist um 10 Uhr am Demeterhof Braun in Mainhardt-Riegenhof. An Imbolc werde die Wiederkehr des Lichts gefeiert. Köhler: "Der Tag ist der Göttin Bridget geweiht, der Hüterin der Schafe, Bienen, Hirten und Künstler."

Lostag bringt Licht