Essen/Künzelsau Reinhold Würth erhält auch Folkwang-Preis Lebenslanges leidenschaftliches Engagement für Kunst und kulturelle Bildung gewürdigt

Auszeichnung für einen leidenschaftlichen Kunstsammler (von links): Dr. Tobia Bezzola (Direktor Museum Folkwang), Dr. Martin Roth (Direktor Victoria & Albert Museum), der Geehrte Reinhold Würth sowie Dr. Achim Middelschulte (Vorsitzender Folkwang-Museumsverein). Foto: Museum Folkwang / Sebastian Drüen
Auszeichnung für einen leidenschaftlichen Kunstsammler (von links): Dr. Tobia Bezzola (Direktor Museum Folkwang), Dr. Martin Roth (Direktor Victoria & Albert Museum), der Geehrte Reinhold Würth sowie Dr. Achim Middelschulte (Vorsitzender Folkwang-Museumsverein). Foto: Museum Folkwang / Sebastian Drüen
Essen/Künzelsau / PM 16.10.2013
Der Mäzen und Unternehmer Reinhold Würth hat in Essen den mit 25 000 Euro dotierten Internationalen Folkwang-Preis 2013 erhalten.

Mit dem Folkwang-Preis zeichnet der Folkwang- Museumsverein seit 2010 Personen und Institutionen aus, die sich im Sinne des Museumsgründers Karl Ernst Osthaus (1874-1921) in besonderer Weise für die Förderung und Vermittlung von Kunst an eine breite Öffentlichkeit verdient gemacht haben.

Reinhold Würth wird von der Jury für sein lebenslanges, leidenschaftliches Engagement für Kunst und kulturelle Bildung ausgezeichnet. Als Sammler und Kunstfreund wird er von der Überzeugung geleitet, die Arbeitswelt seiner fast 64 000 Mitarbeiter durch Kunst zu motivieren. Dies beweisen nicht nur seine beeindruckende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst und deren Präsentation in Deutschland und anderen europäischen Ländern, sondern auch zahlreiche Initiativen und Projekte im Namen der Kunst. In seinem Unternehmen gibt es zahlreiche Kunstdependancen, die in direktem Zusammenhang mit Verwaltungsgebäuden gebaut worden sind. Durch die Gründung der Stiftung Würth Künzelsau im Jahr 1987 ist der Preisträger zudem auf vielfältige Weise mäzenatisch und fördernd tätig.

"Der Internationale Folkwang-Preis wird in Gedenken und im Sinne von Karl Ernst Osthaus verliehen", führte Achim Middelschulte, der Vorsitzende des Folkwang-Museumsvereins aus. Der Preis soll Verdienste um die Vermittlung von Kunst und Kultur zur Bildung breiter Bevölkerungskreise ehren.

"Die Öffentlichkeit wird immer wieder dann auf Reinhold Würth aufmerksam, wenn es um ungewöhnliche und spektakuläre Ankäufe geht", sagte Dr. Martin Roth, Direktor des Victoria & Albert Museums in London. Wer aber kenne die wirkliche Motivation Reinhold Würths, der als passionierter Kunstliebhaber und nüchtern denkender Kaufmann eine der beeindruckendsten Privatsammlungen aufgebaut hat. Er führe seine Sammlung ähnlich wie sein Unternehmen. Fachlicher Rat und Mitsprache, Expertenmeinung und Organisationswissen auf hohem Niveau seien stets gefragt und willkommen - der Letztentscheid aber liege ausschließlich bei ihm.

Würths Begeisterung für Kunst werde kombiniert mit seiner Haltung, dass Reichtum eine gesellschaftliche Verpflichtung in sich trägt. Reinhold Würth sammle in gewisser Weise für die Öffentlichkeit.

Der Geehrte selber meinte: "Es ist mir eine Freude und Ehre, diesen den weitsichtigen Ideen von Karl Ernst Osthaus verpflichteten Preis entgegenzunehmen. Von Jugend an habe er erfahren dürfen, dass "die Begegnung mit Kunst nicht allein dem gesellschaftlichen Dekor dient", zitierte Würth Osthaus, "sondern die Seele atmen lässt".

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