Rosengarten Regenreicher neunter Monat

Die Bühler im Scheffachtal bei Hopfach: Am 13. September will sich der Nebel einfach nicht lichten. Es regnet nahezu unaufhörlich. Bei schönem Wetter kann man bis auf den Grund der Bühler schauen - so klar ist das Wasser. Das ist an diesem Tag nicht möglich, das Wasser ist durch Erderosion braun gefärbt. Foto: Andreas Scholz
Die Bühler im Scheffachtal bei Hopfach: Am 13. September will sich der Nebel einfach nicht lichten. Es regnet nahezu unaufhörlich. Bei schönem Wetter kann man bis auf den Grund der Bühler schauen - so klar ist das Wasser. Das ist an diesem Tag nicht möglich, das Wasser ist durch Erderosion braun gefärbt. Foto: Andreas Scholz
Rosengarten / SWP 07.10.2014
Seit 1985 misst Martin Melber in seiner Westheimer Station das Wetter. Der September 2014 war mit 14,8 Grad um ein Grad wärmer als im Durchschnitt. Jedoch fiel auch mehr Niederschlag als im Mittel.

"Der September brachte zwar viel Regen aber auch einige schöne warme Altweibersommertage", so Wettertechniker Martin Melber von der Messstation Westheim. Er errechnete eine Monatsmitteltemperatur von 14,8 Grad Celsius. Gegenüber dem langjährigen gültigen Mittel (30-jähriger Zeitraum von 1961 bis 1990) von 13,8 Grad war es um ein Grad zu warm. In der 29-jährigen Beobachtungsreihe in Westheim gibt es noch sechs wärmere Septembermonate, den wärmsten 2006 mit 16,7 Grad und den kältesten 1996 mit nur elf Grad.

Die Höchsttemperatur wurde erst am vorletzten Monatstag mit 27,2 Grad erreicht. Die tiefste Temperatur verzeichnete das Thermometer am 24. mit 2,9 Grad. Am Erdboden wurde mit 1,2 Grad der Bodenfrost nur knapp verpasst. Melber notierte in seiner Statistik sechs Sommertage mit mehr als 25 Grad. "In diesem Bereich gab es elf Septembermonate, die noch mehr Sommertage hatten", klärt Melber auf. Die meisten Sommertage verzeichnete der Wettertechniker 1999 mit 15 Sommertagen, drei Tage davon waren mit über 30 Grad sogar heiß.

Messbarer Niederschlag fiel im vergangenen Septembermonat an 13 Tagen mit insgesamt 94,4 Litern pro Quadratmeter. Das sind 52 Prozent mehr als zum Soll von 62 Litern. Im Vorjahr fiel die Niederschlagsbilanz mit 95,2 Litern ähnlich aus. Seit 1985 regnete es in Westheim nur in drei Septembermonaten mehr. Den regenreichsten erlebten die Bewohner 1998 mit 127 Litern, den trockensten 2009 mit 19 Litern. Gut ein Drittel des gesamten Niederschlags fiel heuer am 12. September mit 34,2 Litern. An drei Tagen gab es Starkregen mit mehr als zehn Litern.

Fünf Gewittertage sind in der Westheimer Beobachtungsreihe neuer Rekord für September, berichtet Melber. "Es waren aber schwache und kurze Gewitter."

Dass der Herbst Einzug hält und die Tage kürzer werden, zeigen 14 Nebeltage im Westheimer Kochertal. Nur im September 1989 hat Melber mit 17 Nebeltagen mehr gezählt. Betrachtet man aber nur die Nachmittagsstunden, so war es an zwölf Tagen heiter: Somit konnten die Menschen im Landkreis noch schöne Altweibersommernachmittage genießen. "Zwölf Tage waren ganztägig trüb. Die Sonnenscheindauer blieb leicht hinter ihrem Normalsoll zurück", berichtet Melber abschließend.

Zuschuss und Kredit

Förderung Die Finanzierung des Großprojekts ist gesichert: Vom Land erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 70 Prozent. Um die restlichen 450.000 Euro zu finanzieren, hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einem Kredit der KfW über 400.000 Euro zugestimmt. Er läuft über 20 Jahre, der Zinssatz von 0,92 Prozent ist auf zehn Jahre festgesetzt. "Wenn die Witterung mitspielt, geht die Anlage nächsten April in Betrieb", so Obersontheims Kämmerer Dieter Brunner.

SIBA