Wie soll man Rasern beikommen, die sich innerorts an keine Begrenzung halten? Der Bauhof der Gemeinde Frankenhardt stellt hierfür ein mobiles Geschwindigkeitsmessgerät an verschiedenen Orten in der Kommune auf – und das hilft. „Man merkt, dass die Autofahrer ihre Geschwindigkeit dadurch anpassen“, sagt Heiko Disch, Bauhofleiter in Frankenhardt.

Zwei bis vier Wochen lang befindet sich die Anlage jeweils an derselben Stelle. Wo, das entscheiden auch die Einwohner Frankenhardts: Denn entweder die Mitarbeiter der Gemeinde hängen das Gerät an einem der „Verkehr-Hotspots“ auf, also zum Beispiel an der B290 in Steinbach oder der L1066 in Markertshofen, oder Bürger rufen bei der Gemeinde an und fragen, ob das Gerät an einem bestimmten Ort aufgestellt werden könnte, wie einer Siedlungsstraße.

Das Aufstellen der Anlage ist, zumindest in Oberspeltach, relativ einfach: Dort hängt eine von zehn Halterungen in der Gemeinde an einer Straßenlaterne. Doch mit dem Anmontieren ist es noch nicht getan: Damit die richtige Geschwindigkeit gemessen wird, muss Heiko Disch das Gerät einstellen – zum Beispiel, wann die Geschwindigkeit auf dem Display in Rot und wann in Grün angezeigt werden soll.

Und das Einstellen ist gerade im kurvigen Oberspeltach etwas komplizierter. Denn dort gibt es innerorts kaum geeignete Stellen für das Gerät, das für eine Messung idealerweise eine Gerade von rund 80 Metern benötigt. Die Messungen können aber auch durch einen falschen Winkel zur Straße verfälscht werden – oder durch Äste, die sich bewegen, wenn die Anlage zu sensibel eingestellt ist. Wenn alles so weit eingerichtet ist, gibt es eine Testfahrt mit einem Auto – die Anzeige auf dem Display wird mit dem Tacho des Pkw verglichen. Stimmen die Zahlen nicht überein, dann muss nachjustiert werden.

Die Daten der Geschwindigkeitsmessung landen anschließend bei Hauptamtsleiterin Simone Gahm. Für Oberspeltach sieht das dann zum Beispiel so aus: Im Zeitraum vom 11. bis zum 22. Oktober sind 7556 Fahrzeuge an der Anlage vorbeigefahren, im Schnitt waren das 630 am Tag. Schneller als 50 Stundenkilometer sind etwa 1000 Verkehrsteilnehmer gefahren, elf davon waren sogar mit 65 bis 70 Sachen innerorts unterwegs. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 40 Stundenkilometer.

Das mobile Gerät habe die Kommune seit etwa fünf Jahren. In Gründelhardt befinden sich zwei fest installierte Anlagen, von Crailsheim und von Markertshofen kommend. In Honhardt soll es künftig auch eine geben. Die Messgeräte seien die einzigen Instrumente, die die Gemeinde gegen zu schnelle Fahrer habe, sagt Bauhofleiter Heiko Disch.

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