Langenburg Planer stellen Ideen für Grundschule und Mensa in Langenburg vor

Langenburg / ERWIN ZOLL 23.05.2015
Drei Entwürfe für den Bau einer Mensa an der Grundschule und am Kindergarten liegen dem Gemeinderat Langenburg jetzt vor. Sie wurden in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments vorgestellt.

Die Überlegungen zum Bau einer Mensa reichen mehrere Jahre zurück. Ausgangspunkt ist die im Juni 2013 getroffene Entscheidung, die Grundschule als Ganztagesschule zu führen.

Bisher erhalten die Grundschulkinder ihr Mittagessen in der Stadthalle, während die Kinder des benachbarten Kindergartens in einer Ecke ihres "Kindi" verpflegt werden. Mit dem Bau einer Mensa, die zwischen Schule und Kindergarten angesiedelt sein sollte, sollte ein Platz geschaffen werden, an dem alle Kinder essen können - wenn auch nicht gleichzeitig. Architekt Cornelius Eisert vom Künzelsauer Architekturbüro Duo hatte einen Entwurf ausgearbeitet, der bis Anfang dieses Jahres Grundlage der Diskussionen war. Dann jedoch traten mehr und mehr Überlegungen in den Vordergrund, die Sanierung und Erweiterung der Grundschule in die Planung einzubeziehen; im Januar legte der Gemeinderat Eiserts Plan vorerst auf Eis.

Einen neuen Anlauf unternahm das Stadtparlament im vergangenen März, als es vier Architekten einlud, Entwürfe auszuarbeiten, die ein von Bernhard Jakob, dem Rektor der Grundschule, aufgestelltes Raumkonzept berücksichtigen. Drei Planer stellten jetzt ihre Überlegungen im Gemeinderat vor: Harald Maier vom Langenburger Bauunternehmen Farmbau, Lorenz Kraft vom Haller Architekturbüro Kraft und Kraft sowie die Langenburger Architektin Tina Waldmann. Das Büro Duo hatte seine Teilnahme aus Kapazitätsgründen abgesagt.

Der Entwurf der Firma Farmbau sieht einen rechteckigen, zweigeschossigen Bau auf der der Stadthalle zugewandten Seite des Schulhofs vor. Das Obergeschoss ist vom Kindergarten aus über einen überdachten Fußweg erreichbar und beherbergt zwei Speiseräume, eine Küche mit Nebenräumen und eine Terrasse. Im Untergeschoss, das von der Schule aus ebenerdig zu erreichen ist, befinden sich das Lehrerzimmer und das Sekretariat der Grundschule sowie drei weitere Räume für die Schule. Knapp 300 Quadratmeter Nutzfläche weist das Gebäude auf. Die Kosten gibt Harald Maier mit 831.000 Euro an.

Lorenz Kraft schlägt eine Erweiterung der Schule in Richtung Stadthalle vor und bezieht die Möglichkeit einer späteren Erweiterung der Schule in der Gegenrichtung um zwei Klassenzimmer ein. Sein eingeschossiges Gebäude hat zwei Flügel von denen einer die 91 Quadratmeter große, in zwei Räume teilbare Mensa, der andere die 34 Quadratmeter große Küche und Nebenräume enthält. Ein Teil des jetzigen Schulhofs wird von dem Neubau und der bestehenden WC-Anlage umgeben, sodass ein überdachtes, mit einer Glasfront abgeschlossenes Foyer entsteht. Die Kosten seines Bauwerks schätzt Lorenz Koch auf 830.000 Euro.

Beim Entwurf von Tina Waldmann wird die Mensa sowohl mit dem Kindergarten als auch mit der Grundschule direkt verbunden. Waldmann platziert die Mensa im Obergeschoss eines zweigeschossigen Baus an der Nordseite des Schulhofs und schließt sie mit einem Zwischenbau an den Kindergarten an. Das Untergeschoss, das als schmaler Gebäuderiegel ausgeformt ist, nimmt Räume der Grundschule wie das Lehrerzimmer, das Sekretariat, das Büro des Schulleiters und ein Besprechungszimmer auf und reicht bis an den Altbau der Grundschule heran. Der bis jetzt noch offene, überdachte Platz vor der bestehenden WC-Anlage wird mit einer Glasfront und einer Tür abgeschlossen und dient als Aula. An der Westseite des Untergeschosses entsteht ein neuer Eingang zur Grundschule. Die Kosten dieses Bauwerks mit einer Nutzfläche von 338 Quadratmetern gibt Tina Waldmann mit 765.000 Euro an.

Über die drei Entwürfe soll nun im Bauausschuss des Gemeinderats diskutiert werden; dabei sollen auch Vertreter der Schule, des Kindergartens und der Eltern hinzugezogen werden.

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