Pfarrer Mayer beschrieb das im 18. Jahrhundert übliche Bauernhaus in Hohenlohe

SEL 28.08.2013

Johann Friedrich Mayer Nach diesem Pfarrer (1719 - 1789), der in Kupferzell lebte und begraben ist, werden zahlreiche Bauernhäuser genannt, die zwischen 1750 und 1850 aus-, um- oder neugebaut wurden. Typischerweise handelt es sich um zweigeschossige Wohn-Stall-Gebäude. Mayer hat das nach ihm benannte Pfarrer-Mayer-Haus nicht erfunden. Er beschrieb und kommentierte die baulichen Neuerungen der damaligen Zeit in seinem "Lehrbuch für Land- und Hauswithe" von 1773. Typisch: Drei Türen, die mittlere als Hauseingang, die an der Seite je für die Ochsen und die Kühe. So konnten die Knechte und Mägde das unterschiedliche Futter für das Mast- und Milchvieh schneller zuordnen. Mayer warb auch für Futtergänge vor den Trögen, damit auch Kinder gefahrlos das Hornvieh von vorn füttern konnten.

Griffige Marke Der Haller Bürgermeister Erich Specht (1959 - 1971) soll den Begriff des "Pfarrer-Mayer-Hauses" geprägt haben, hieß es vor zwei Jahren bei einer Tagung im Freilandmuseum Wackershofen: Ein Name, der berührt und inzwischen zur griffigen Marke wurde.

Bestandsaufnahme Die mehr als 350 Pfarrer-Mayer-Häuser hat der Vellberger Diplom-Vermessungsingenieur Heiner Werner in seinem Ruhestand im Auftrag der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (BESH) erfasst. Es geht darum, auch darzustellen, wie der einstige Ochsenhandel den Wohlstand der Bauern gefördert und die Baukultur verändert hat.

Vom Buf zum Bauernhaus
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