Landkreis Parteireform: Zustimmung an der CDU-Basis

DYK 28.06.2014
Jünger, weiblicher und bunter soll die CDU werden - das kündigte Generalsekretär Peter Tauber in Mainhardt an. Seine nun angestrebte Parteireform stößt an der Spitze des CDU-Kreisverbands auf Zustimmung.

Der neue, junge Generalsekretär Peter Tauber (39) schickt sich an, die Partei umzukrempeln. "Das freut mich", sagt der CDU-Landtagsabgeordnete und frühere Kreisvorsitzende Helmut Rüeck. Tauber verfolge nun genau das, was er selbst nach der verlorenen Landtagswahl 2011 schon angestoßen habe. Arbeitskreise zu unterschiedlichen Themen seien gebildet worden. Ein deutliches Zeichen sei es, dass der Kreisverband nun eine Frau als Vorsitzende habe.

"Da wurde einiges angestoßen", sagt die 39-jährige Vorsitzende Katrin Heinritz aus Vellberg. Rüeck habe nach der Wahlschlappe erkannt, "dass es so nicht weitergehen kann". Sie selbst verfolge einen anderen Politikstil, der jenem Taubers ähnlicher sei als jenem Rüecks. Das aber hänge mit der Persönlichkeit zusammen. Die Partei solle zeitgemäßer auftreten, fordert Heinritz. "Politik muss nicht trocken rüberkommen, sondern soll Spaß machen." Macht das die konservative Basis mit? Der Kreis sei ländlich und konservativ und sie eine junge Frau aus dem Norden. Häufig habe sie sich in den vergangenen Monaten gefragt: "Passt das?" Gerade die Altmitglieder seien es gewesen, die sie ermutigten. Ihr Fazit: "Ich muss nicht auf eine Parteireform aus Berlin warten."