Kleine optische Änderungen im Start/Ziel-Bereich erwarten die Teilnehmer des diesjährigen EBM-Papst-Marathons in Niedernhall. „Das Veranstaltungsgelände hat sich aufgrund von Umbauarbeiten ein wenig geändert. Die neuen Tennisplätze sind weiter nach links gerutscht, deshalb ist auch das Veranstaltungsgelände weiter links“, erklärt Corinna Zürn vom EBM-Papst-Organisationsteam. „Die Zielverpflegung ist auf der linken Seite, nicht mehr auf der Wiese.“ Die Fußgängerbrücke ist bei Start und Ziel.

Die Laufstrecke sei aber davon nicht betroffen. Der Startschuss fällt am Samstag um 15 Uhr für die Nordic Walker. Die Läufer sind dann am Sonntag dran. Marathon und Duo-Marathon beginnen um 8.30 Uhr, danach folgen Zehn-Kilometer-Lauf und der Halbmarathon.

Ultraläufer auf Marathonstrecke

Vor allem im Marathon zeichnet sich laut Mitteilung ein spannendes Rennen ab. Mit Martin Schwab und Kay-Uwe Müller stehen der Titelverteidiger und der Rekordsieger an der Startlinie. Schwab gewann 2018, Müller in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2016. Dazwischen triumphierte er auch bereits im Duo-Marathon und im Halbmarathon. Die beiden haben mit Dominik Kozanda einen ganz besonderen Herausforderer. Für ihn sind die 42 Kilometer fast schon eine Kurzstrecke. Kozanda absolvierte unter anderem einen Triple-Ultra-Triathlon, bei dem zunächst 11,4 Kilometer geschwommen werden, danach geht es 540 Kilometer mit dem Rad auf die Strecke, und zum Abschluss wird ein dreifacher Marathon, also 126,6 Kilometer, absolviert. „Es ist spannend zu sehen, wie so ein Ultraläufer die Marathonstrecke angeht und mit Spezialisten mithalten kann“, sagt Wettkampfleiter Uwe Richlik.

Aber auch sonst ist er neugierig auf die Marathonkonkurrenz: „Drei der ersten vier des vergangenen Jahres sind wieder am Start, dazu kommen Kay-Uwe Müller und Dominik Kozanda. Das wird interessant. Vielleicht ist ja auch noch ein weiterer schneller Läufer im Teilnehmerfeld, den ich nicht kenne.“

Für Richlik ist Müller der Favorit: „Er liefert bei seinen bisherigen Wettkämpfen so eine Konstanz ab, das ist beeindruckend. Er läuft fast immer eine Zeit zwischen 2:30 und 2:40 Stunden, egal wo.“ Auf der – zumindest in der ersten Hälfte – bergigen Strecke im Kochertal, dürfte es bei Müller eher in Richtung 2:35, 2:40 Stunden gehen. Schwab gewann im vergangenen Jahr mit einer Zeit von 2:48,40 Stunden.

Beim Marathon geht es weniger um Höchstleistung und mehr um Freude am Laufen

Den Veranstaltern von EBM-Papst und dem Polizeisportverein Hohenlohe liegt vor allem die breite Masse am Herzen. Es gehe weniger um Höchstleistungen. „Die Teilnehmer sollen Freude am Laufen haben und sich bei der Veranstaltung wohlfühlen“, teilen die Verantwortlichen mit.

So wurde vor zwei Jahren das Projekt „0-10-21“ gegründet, bei dem Anfänger an den Wettkampf herangeführt werden. In diesem Jahr gab es rund 100 Teilnehmer. Eine davon ist Melissa Schulze aus Adolzhausen: „Ich habe mitgemacht, weil ich es ganz cool fand. Wir sind jede Woche zusammen gelaufen, das hat super viel Spaß gemacht. Ich finde, es motiviert dann auch. Mal sehen, wie es läuft. Davor fand ich Laufen immer ganz schrecklich.“ Am Sonntag will sie die zehn Kilometer angehen und versuchen, in 1:10 Stunden ins Ziel zu kommen.

Wenn die meisten Läufer im Ziel sind, geht es dann für den Nachwuchs auf die Strecke. Um 12.30 Uhr beginnen die Kinderläufe. Den Abschluss bilden dann wie in jedem Jahr die Handbiker und Inline-Skater.

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Nachmeldungen sind vor Ort noch möglich


Gestartet wird am morgigen Samstag um 15 Uhr mit dem Nordic Walking über 7,5 und 12,5 Kilometer. Am Sonntag fällt um 8.30 Uhr der Startschuss für Marathon und Duo-Marathon. Weiter geht es ab 9.05 Uhr mit dem Zehn-Kilometer-Lauf und ab 9.25 Uhr mit dem Halbmarathon. Zwischen 12.30 und 13.15 Uhr beginnen die Kinder-Disziplinen Mini-10er, Mini-Halbmarathon, Mini-Marathon und Bambini-Marathon. Den Abschluss machen die Handbiker ab 14 Uhr und Inliner ab 14.45 Uhr. Nachmeldungen sind vor Ort  bis jeweils eine Stunde vor Start der jeweiligen Disziplin noch möglich sind.