Wolpertshausen Nicht nur für Bäuerinnen 120 Frauen nehmen an Tagung des Landwirtschaftsamts teil

In der Pause tauschen sich Besucherinnen der Fachtagung "Frau, Familie, Haushalt, Betrieb" über die Vorträge aus. Ernährung ist einer der Schwerpunkte. Foto: Margitta Schmidt
In der Pause tauschen sich Besucherinnen der Fachtagung "Frau, Familie, Haushalt, Betrieb" über die Vorträge aus. Ernährung ist einer der Schwerpunkte. Foto: Margitta Schmidt
MARGITTA SCHMIDT 08.02.2014
Die 18. Fachtagung "Frau, Familie, Haushalt, Betrieb" hat am Mittwoch den Europasaal in Wolpertshausen gefüllt. Die Teilnehmerinnen informierten sich auch über Aktuelles aus der Ernährungswissenschaft.

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Charaktere. Coaching-Trainerin und Organisationsentwicklerin Marieluise Noack stellte das DISG-Modell vor. Danach werden Charaktere in vier Gruppen eingeteilt. Mittels praktischer Übungen lernten die Frauen die eigene Persönlichkeit und die des Gegenübers besser kennen.

Nach dem Mittagessen wartete Ökotrophologin Dr. Heike Entenmann mit aktuellen Erkenntnissen auf. "Ernährungspower für den Alltag" lautete ihr Vortrag. Das Augenmerk gehe weg von vielen Kohlenhydraten und hin zum Eiweiß. Entenmann erklärte, dass drei Mahlzeiten am Tag den Fettabbau eher fördern als fünf. Vegetarier sollten verstärkt zu Milchprodukten und Hülsenfrüchten greifen. Engagiert und humorvoll berichtete danach Gabriele Großkinsky über die Akademie für Landbau und Hauswirtschaft in Kupferzell.

Veranstalter war der Verein zur Förderung der Landwirtschaft im Raum Hall. Ihm sind verschiedene Institutionen, wie unter anderem die Kreislandfrauen, Maschinenringe und Bauernverbände, angeschlossen. Das Regierungspräsidium Stuttgart bezuschusst die Veranstaltung. Organisatorin Birgit Förster vom Landwirtschaftsamt Ilshofen betont, dass sich die jährlich stattfindende Tagung nicht ausschließlich an Bäuerinnen oder Frauen mit landwirtschaftlichem Umfeld richtet. Den Erfolg der stets gut besuchten Schulung erklärt sie mit der sorgfältigen Auswahl guter, meist bekannter Referenten. Persönlichkeitsbildende oder fachgebundene Themen sollten wissenschaftlich fundiert und bei den Frauen aktuell sein. "Nur manchmal gehen wir da Experimente ein." Wichtig sind die Pausen: "Da haben die Frauen Gelegenheit zum Austausch und sie genießen es, sich ein Mal an den gedeckten Tisch setzen zu können, ohne kochen zu müssen."

Hannelore Frey-Wagner aus Kirchberg nimmt regelmäßig an den Tagungen teil: "Die Themen sprechen mich an, auch wenn ich keine Landwirtschaft habe. Ich war Diätassistentin und bin an Vorträgen über Ernährung interessiert." Birgit Neber aus Hörlebach schwärmt: "Meine Erwartungen wurden wieder voll erfüllt." Besonders spannend waren für sie die Persönlichkeitsübungen.