"Zu Beginn lag der Fokus im Hotel ganz klar auf unserem Wellnessangebot", erklärt Kristin Vogel, Marketingleiterin des Mawell Resorts. "Doch wir haben schnell gemerkt, dass die Nachfrage rund um den Tagungsbereich - Räumlichkeiten, Übernachtungen, Catering - sehr groß ist." Heute vereint das Mawell Wellness, Hotellerie, Tagungen und regionale Gastronomie - und das mit Erfolg. Denn obwohl das Naturresort auf eine noch sehr junge Geschichte blickt, hat es sich erfolgreich am Markt etabliert.

2008 erwarb der Langenburger Unternehmer Wolfgang Maier das 80.000 Quadratmeter große Areal, auf dem vormals das "Feriendorf Roseneck" des Vereins "Evangelische Familiendörfer in Württemberg" beheimatet war. Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit fand die Eröffnung im September 2013 statt. "Die Idee war, ein nachhaltiges Hotelkonzept, mit dem Schwerpunkt Wellness, so in die Natur einzubetten, dass daraus ein Mehrwert für die Region entsteht", berichtet Vogel.

Zwölf Mitarbeiter gehörten damals zum Team. Heute, zweieinhalb Jahre später, sind es über 80 - der Großteil davon aus der Region. Auch in Sachen Auslastung hat sich das Naturresort über die Jahre stark entwickelt. In den ersten Monaten 2016 war das Hotel zu 80 Prozent ausgelastet. "Vergleicht man den Februar 2016, mit dem Februar 2014, so konnten wir die Auslastung der Zimmer verdoppeln", erläutert Andreas Behl, zuständig für Marketing und Vertrieb. Das Tagesspa sei bereits von Beginn an sehr gefragt gewesen und diese Nachfrage halte sich kontinuierlich, erklärt Vogel weiter. Immer nah am Gast und dessen Wünschen zu sein, ist einer der Leitgedanken im Mawell. So werden Anwendungen, Angebote und Strukturen in allen Bereichen stetig weiterentwickelt. "Stillstand ist für uns keine Option. Es gibt immer Luft nach oben", betont Kristin Vogel. Ganz neu hat das Hotel nun auch neun Suiten im Angebot. Diese sind auch für größere Gruppen, von bis zu fünf Personen, konzipiert. Zudem können immer zwei der Suiten miteinander verbunden werden. "So können beispielsweise zehn Mädels ein tolles Wellnesswochenende miteinander verbringen", erklärt Kristin Vogel. Für den Ausbau der Suiten, bei dem regionale Unternehmen im Einsatz waren, hat das Mawell eine Million Euro investiert.

Damit jedoch nicht genug. Denn mehr Gäste erfordern auch eine höhere Kapazität im Restaurant. Deshalb und auch um den Gästen mehr Abwechslung bieten zu können, entsteht auf dem Gelände zudem ein rustikales Restaurant mit Live-Cooking für 70 Personen. Die Eröffnung ist für Ende Juni geplant. Kostenpunkt: 500.000 Euro.

Da vor allem im Tagungsbereich die Nachfrage in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, stellt sich das Mawell auch dieser Entwicklung - und investiert. Bis Herbst 2017 soll ein Tagungszentrum entstehen, dass auf zwei Etagen sowohl Räume für Veranstaltungen, als auch Einzelzimmer kombiniert. Die fünf Tagungsräume sollen dabei so flexibel konzipiert werden, dass vom kleinen Workshop, bis zum Kongress mit 250 Besuchern alles abgedeckt werden kann.

Und warum passen Tagungen und Wellness nun zusammen? Zum einen sind die Bereiche auf dem Gelände und im Hotel räumlich voneinander getrennt. Tagungsgäste und Erholungsuchende kommen sich nicht in die "Quere". "Und zudem macht auch der ein oder andere Geschäftsgast abends oder an den Tagen zuvor oder danach gerne mal etwas Wellness", weiß Kristin Vogel.