Kirchberg Neubau fügt sich in Landschaft ein

Die Bauarbeiten liefen nach Plan, die Kosten bleiben voraussichtlich im eingeplanten Rahmen. Die Anzahl der Gegner geht mittlerweile gegen null. Am Wochenende steigt die Einweihungsfeier des neu gebauten Feurwehrmagazins in Kirchberg.
Die Bauarbeiten liefen nach Plan, die Kosten bleiben voraussichtlich im eingeplanten Rahmen. Die Anzahl der Gegner geht mittlerweile gegen null. Am Wochenende steigt die Einweihungsfeier des neu gebauten Feurwehrmagazins in Kirchberg. © Foto: Stadt Kirchberg
Kirchberg / Johannes Ihle 06.09.2018
Das umstrittene Bauprojekt Feuerwehrmagazin in Kirchberg neigt sich dem Ende zu. Am Wochenende wird der Neubau im Auweg bei einer zweitägigen Feier eingeweiht.

Nach mehr als drei Jahren Planungs- und Bauzeit ist es nun so weit: Am Wochenende wird das neu gebaute Feuerwehrhaus an die Kirchberger Wehr übergeben und eingeweiht. Damit endet ein Bauprojekt, das in den vergangenen Jahren in Kirchberg für Aufregung gesorgt hat.

Der Einweihung des Neubaus und der offiziellen Übergabe sieht die Feuerwehr Kirchberg mit Freude entgegen. Mit dem Neubau soll künftig die Einsatzfähigkeit und Effektivität der Kirchberger Wehr deutlich gestärkt und auch für die Zukunft  sichergestellt werden.

„Wir sind sehr froh, dass das Projekt nun abgeschlossen ist“, sagt Almuth Banzhaff, Bauamtsleiterin der Stadt Kirchberg. „Die Bevölkerung in Kirchberg war ziemlich gespalten. Die Gemeinderäte mussten sich in den vergangenen Jahren einiges anhören.“ Der Feuerwehr habe nie jemand etwas Böses wollen, lediglich die Lage des Neubaus in der Vorderen Au sei kritisiert worden.

Nachdem der Gemeinderat im Januar 2014 den Bau des Magazins beschlossen hatte, gründete sich kurze Zeit später eine Bürgerinitiative, die sich gegen das Vorhaben der Stadt aussprach. Ein Rechtsstreit folgte. Die Gegner wollten einen Bürgerentscheid. Doch damit scheiterten sie zuerst beim Gemeinderat, danach vor dem Verwaltungsgericht in Stuttgart.

Vom Verwaltungsgerichtshof Mannheim erhielten die Gegner eine weitere Abfuhr. Seitdem ist der Widerstand abgeflacht und Ruhe ist eingekehrt. „Es hat sich gezeigt, dass sich der Neubau in die Landschaft einfügt“, sagt Banzhaff. „Sogar einer der Gegner hat sich gemeldet und gesagt, dass es passt.“

Bau und Kosten im Plan

Der Bau des Feuerwehrmagazins verlief dagegen reibungslos. „Wir haben den Bauplan eingehalten, wie es eben bei einem so großen Projekt möglich ist“, sagt Banzhaff. Derzeit laufe noch die Schlussabnahme, bis zum Wochenende sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, damit gebührend gefeiert werden kann.

Auch was die Kosten betrifft, liegt die Stadt voll im Plan, mit 2,5 Millionen Euro hatte die Stadt gerechnet. „Die Schlussabrechnung ist zwar noch nicht da, aber in etwa halten wir die Planung ein“, sagt Banzhaff.

Alle unter einem Dach

In Zukunft wird die Kirchberger Feuerwehr mit ihren vier Abteilungen Kirchberg, Lendsiedel, Gaggstatt und Hornberg unter einem Dach zu finden sein. Die Fahrzeughalle bietet Platz für fünf Fahrzeuge.

Bis aber tatsächlich alle auf einen Fahrzeugstandort konzentriert werden, kann es noch eine Weile dauern. „Die Kirchberger Feuerwehr ist ab sofort dort untergebracht“, sagt Banzhaff. Spätestens 2025 ziehen die anderen drei Abteilungen nach. „Die haben ja noch funktionierende Gebäude und Fahrzeuge.“ Sollte eine Ersatzbeschaffung nötig sein, ziehen sie schon früher nach Kirchberg um.

Einweihungsfeier des neuen Feuerwehrhauses

Die Feier beginnt am Samstag, 8. September, um 18 Uhr mit einer Hocketse am Feuerwehrhaus. Am Sonntag, 9. September, findet um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst statt. Anschließend wird offiziell der Schlüssel übergeben. Mittagessen gibt es ab 11.30 Uhr, Führungen durch das Feuerwehrhaus werden ab 12 Uhr angeboten. Am Nachmittag warten Kaffee und Kuchen auf die Gäste. Für Kinder gibt es eine Spielstraße. jole

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