Vellberg Neubau eine Alternative für den Vellberger Bauhof - Umzug beschlossen

Die Vellberger Stadträte sind sich einig, dass der Bauhof ein neues Domizil bekommen soll. Der Standort, wahrscheinlich im Gewerbegebiet Talheim, wird noch festgelegt. Foto: Christian Rieger
Die Vellberger Stadträte sind sich einig, dass der Bauhof ein neues Domizil bekommen soll. Der Standort, wahrscheinlich im Gewerbegebiet Talheim, wird noch festgelegt. Foto: Christian Rieger
SIGRID BAUER 09.09.2013
Das jetzige Gebäude in Talheim ist für Bauhof und Feuerwehr zu klein. Erst recht, nachdem beide Feuerwehrabteilungen zusammengelegt werden. Der Gemeinderat hat über einen neuen Standort dikutiert.

Schon längere Zeit beschäftigt sich die Stadt Vellberg mit der Zukunft des Bauhofs. Sie hat deshalb das Haller Architekturbüro Kraft und Kraft beauftragt, zu prüfen, ob sich der jetzige Standort noch eignet und ob sich eine Sanierung des Gebäudes rentiert.

Das Ergebnis hat Architekt Lorenz Kraft dem Gemeinderat kürzlich vorgestellt. Demnach hat der Standort am Schlegelsberg einige Nachteile: Die Zufahrt geht durch ein Wohngebiet und über ein fremdes Grundstück. Sowohl draußen wie auch im Gebäude ist zu wenig Platz, die Stadt hat deshalb Hallen und Freiflächen angemietet. Das größte Manko ist der schlechte Zustand des Gebäudes. Kraft geht von rund 740.000 Euro Sanierungskosten aus.

Ein Neubau des Bauhofs ohne Feuerwehr wäre für rund eine Million Euro möglich. Grunderwerb und Erschließung kämen noch dazu. Wegen der Nachteile am alten Standort bevorzugt die Verwaltung einen Neubau. Außerdem verspricht sie sich höhere Wirtschaftlichkeit durch bessere Arbeitsabläufe. Kraft weist auch auf Synergieeffekte hin, wenn Bauhof und Feuerwehrgebäude auf einem Grundstück stehen.

Im Gewerbegebiet Talheim hat der Architekt zwei mögliche Standorte vorgeschlagen, der eine ist am nördlichen Ende und hat eine Fläche von etwa 2900 Quadratmeter, der zweite ist in der Nähe der Firma Rex mit 2200 Quadratmeter. Auch für die Feuerwehr wäre dort genug Platz. Eine weitere Alternative wäre ein Umzug des Bauhofs in ein schon vorhandenes Gebäude.

Sobald die Standortfrage geklärt ist, erstellt das Architekturbüro eine genauere Kostenschätzung, die Verwaltung will dann Fördermöglichkeiten und baurechtliche Fragen abklären. Voraussichtlich beantragt die Stadt Mittel aus dem Ausgleichsstock. Wieviel Geld dann bewilligt wird, ist aber noch unklar. Seither gab es 60 Prozent der förderfähigen Kosten als Zuschuss. Baubeginn wird nicht vor 2015 sein. Wie das alte Bauhofgebäude später genutzt werden könnte, will die Stadt zusammen mit dem Architekten Lorenz Kraft klären.

Der Vellberger Gemeinderat hat den Umzug des Bauhofs in ein schon bestehendes Gebäude oder in einen Neubau einstimmig beschlossen.